#198 Aus Sichtbarkeit wird Business mit Kerstin Valet
Shownotes
Wie wird aus einzelnen LinkedIn-Profilen ein Corporate-Influencer-Programm, das Reputation, Recruiting und Vertrieb unterstützt? Kerstin Valet, Regional Director Marketing & Communications bei CRIF, nimmt dich in dieser Folge mit hinter die Kulissen ihres Programms.
In dieser Folge erfährst du:
- Wie das Corporate-Influencer-Programm bei CRIF gestartet ist – inklusive Vorstandsbuy-in, erster Pilotgruppe und klarer Zielsetzung.
- Nach welchen Kriterien Teilnehmende ausgewählt werden, welche Rolle Führungskräfte spielen und wie neue Corporate Influencer laufend dazukommen können.
- Wie CRIF Schulungen, Content-Support, Community-Formate und Präsenztreffen kombiniert, damit aus „Wir müssten mehr posten“ ein stabiler Rahmen für Sichtbarkeit wird.
- Warum KPIs möglichst nah am Business liegen, welche Wirkung Kommentare bei Kundinnen und Bestandskunden haben und wie Erfolge sichtbar gemacht werden.
- Weshalb es keinen starren Posting-Zwang gibt – und warum echtes Fachwissen und der eigentliche Job immer im Zentrum stehen statt austauschbarer „Wir sind so toll“-Botschaften.
Über Kerstin Valet Kerstin Valet leitet das Marketing und die Kommunikation für CRIF in Deutschland, Österreich und Polen. Sie ist seit über zehn Jahren im Unternehmen, hat zuvor die Marketingabteilung in Österreich aufgebaut und verantwortet heute die länderübergreifende Zusammenarbeit sowie zentrale Corporate-Marketing-Projekte in mehreren europäischen Märkten. Insgesamt bringt sie mehr als 15 Jahre Erfahrung im B2B-Marketing mit. Zusätzlich engagiert sie sich als Vorstandsvorsitzende im Bitkom-Arbeitskreis Digital Marketing und ist in mehreren Branchen- und Leadership-Netzwerken aktiv.
Über die LinkedIn Lounge Wir sind Marina Zayats und Tomas Herzberger. Gemeinsam sind wir die Gründer*in von Schaffensgeist, der ersten strategischen Beratung für digitale Souveränität. Wir helfen Unternehmen, ihren digitalen Außenauftritt gekonnt zu steuern und als Marke sichtbar zu werden. Vorstände, Manager und Vertriebsteams befähigen wir dazu, ihre Identität in Social Media aufzubauen und für die Ziele des Unternehmens einzusetzen.
Links & Ressourcen
Kerstin auf LinkedIn: linkedin.com/in/kerstin-valet
LinkedIn Society – die Community für deinen souveränen Auftritt auf LinkedIn Die LinkedIn Society ist der Ort, an dem du lernst, LinkedIn gezielt und zeitsparend für dich zu nutzen. Viele kämpfen damit, LinkedIn neben dem Alltag konsequent zu bespielen und sichtbar zu bleiben. Wir zeigen dir, wie du deine Zeit effektiv einsetzt und dabei Schritt für Schritt eine klare Strategie aufbaust. https://gude.linkedin-society.de/
Test: Bereit für ein erfolgreiches Corporate-Influencer-Programm? Beantworten Sie 14 Fragen, und wir senden Ihnen einen personalisierten Bericht: https://cip-check.scoreapp.com/
Test: Wie stark ist Ihre CEO-Brand? Machen Sie den CEO Impact Index in nur 15 Fragen und 5 Minuten. Erhalten Sie sofort eine Einschätzung – und konkrete Hinweise, wo Sie stehen. Ideal für Vorstände selbst oder Kommunikationsverantwortliche, die Klarheit wollen. https://ceo-impact-index.scoreapp.com/
Transkript anzeigen
Tomas: Gute und herzlich willkommen zu LinkedIn Lounge, dein Podcast für mehr Spaß und mehr souveräne Kommunikation auf LinkedIn. Mein Name ist wie immer Thomas Herzberger und mein heutiger Gast ist aus Hamburg der Perle. Zugeschaltet ist es niemand geringeres als Kerstin Valle. Grüß dich Kerstin und Moin.
Kerstin: Hallo Thomas
Tomas: Kerstin, wir hatten in der Vergangenheit schon miteinander zu tun. Wir durften auch dich und deine Mannschaft ein wenig in Sachen LinkedIn trainieren und schulen. Du bist Regional Director Marketing und Communications bei GRIF Deutschland, außerdem Vorstandsvorsitzender im Arbeitskreis Digital Marketing bei der Bitkom und wie man der auf LinkedIn folgt, auf ganz, ganz vielen Events unterwegs wunderbar vernetzt und teilst immer auch dein Wissen, Erfahrungen auf LinkedIn. Kerstin. Vielleicht weiß das nämlich nicht jeder, was macht denn Griff Deutschland eigentlich?
Kerstin: Ja, danke nochmal für die Einladung. freu mich sehr heute hier zu sein, bisschen was über unser Corporate Influencer Programm berichten zu dürfen. Zu deiner Frage, was macht denn eigentlich Griff? wir bezeichnen uns als Informationsdienstleister, aber vielleicht kennt der ein oder andere uns auch noch unter dem Begriff Wirtschaftsausgunft teil. Und das erklärt so ein bisschen, was wir machen. Hauptgeschäft ist nach wie vor Informationen zur Verfügung zu stellen, damit Unternehmen und auch Banken ihre Kunden, sei es Privatpersonen oder im Bereich B2B, besser bewerten können, ob die ihre Rechnungen bezahlen können. Und damit unterstützen wir die deutsche Wirtschaft, Zahlungsausfälle zu vermeiden, was gerade in wirtschaftlich angespannten Situationen wie jetzt umso wichtiger ist.
Tomas: Das heißt, zu euren Kunden zählen dann Unternehmen wie Banken, Finanzinstitute.
Kerstin: Genau Unternehmen wie im Bereich E-Commerce, Handel, auch klassische B2B Branchen, Logistik, Produktion und eben auch Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen. Genau.
Tomas: Wir reden heute über das Thema Corporate Influencer, also wie ich Mitarbeitenden, die das Wissen geben kann, die Kompetenzen geben kann, auf LinkedIn und anderen Kanälen souverän zu kommunizieren. Kerstin, wie bist du denn dazu gekommen? Einfach weil du auch Vorreiterin im Unternehmen warst oder hast du das Thema auch ganz proaktiv gepackt und das Programm gestaltet?
Kerstin: Unser Programm gibt es schon ein bisschen länger. sind 2021 damit gestartet und damals habe ich beobachtet, dass diese Corporate Influence Programme mehr und mehr Verbreitung finden, dass da auch konkreter Mehrwert daraus entsteht. Und wir hatten gerade im Jahr davor einen neuen Strategieprozess begonnen und glücklicherweise konnte ich da auch gleich auf die Unterstützung meines Chefs, unseres Geschäftsführers zählen, der auch um die Mehrwerte der Vernetzung und der Sichtbarkeit auf LinkedIn schon Bescheid wusste. Und als ich dann vorgeschlagen habe, auch so ein Programm bei uns einzuführen, bin ich da glücklicherweise auf offene Türen gestoßen und so haben wir eben Anfang 2022, äh 2021 das Programm gelauncht.
Tomas: Das hilft schon mal sehr, der Vorstand in irgendeiner Art Weise zumindest weiß, worum es da geht, bei LinkedIn idealerweise selber aktiv ist. das heißt bei dir, von wem kam die Initiative aus? War das Gesamtunternehmen, die gesagt haben, wir wollen das machen? das deine Initiative auch mit oder vom Vorstand?
Kerstin: Ja, also es war tatsächlich meine Initiative, als ich Best Practices entdeckt habe, wie beispielsweise Datelift, die damals auch schon sehr groß war und die ja auch so in unserer erweiterten Branche durchaus tätig sind und habe mir da eben ein Best Practices angeschaut und dann das vorgeschlagen, wie man das bei uns aufsetzen könnte, ein Konzept entwickelt und das zur Entscheidung vorgelegt und Die Entscheidung ist dann eben positiv erfolgt.
Tomas: Mit welchem Ziel seid ihr das denn an den gegangen zum COVID Influencer Programm?
Kerstin: Ja. Zu Beginn war unser Ziel in zwei Säulen geteilt. Also wir wollten zunächst gewisse Personen in unserem Unternehmen dafür gewinnen, uns als Arbeitgeber zu positionieren. Also hier klar zu zeigen, wie arbeitet man per Griff, wie sind unsere Werte, wie gestaltet sich der Arbeitsalltag etc. Und auf der anderen Seite gewisse Personen dazu zu entwickeln, Experten in ihrer Nische zu werden. Sodass, wenn dann tatsächlich bei unseren B2B-Entscheidern ein Lieferantenwahl ansteht, dass sie dann wissen, ich kenne ja den oder die XY von Griff, mit der sollte ich mal sprechen. Die wissen sicher, wie sie meine Herausforderungen zu lösen haben. Und damit sind wir eben reingegangen. Mittlerweile haben sich diese Rollen vermischt. unterscheiden da jetzt gar nicht mehr so sehr. Die eine Gruppe ist nur für Arbeitgeberpositionierung, die andere mehr für Expertenwissen, sondern jeder, der sich da sicher fühlt und dafür probieren wir ja zu sorgen, kann in beiden Bereichen hier Einblicke geben.
Tomas: Mhm.
Tomas: Wie messt ihr denn den Erfolg, ob ihr das auch schafft, diese Vertraute, diese Bekanntheit?
Kerstin: Ja, ich gebe auch zu, ist nach wie vor nicht immer einfach, die Kolleginnen und mit der Stange zu halten. Und das bedeutet natürlich auch, wie kann man dann Erfolg stetig messen und diese Daten auch belastbar halten. Das heißt, wir investieren hier regelmäßig in hybride Veranstaltungen oder haben beispielsweise sowas wie im Teams einen Chat, eine Interest Group aufgebaut, wo wir Tipps geben und einfach das Thema am Leben halten und zeigen, so können Posts funktionieren, beispielsweise von anderen Kolleginnen und Kollegen, das gemeinsam feiern. Und dann bezüglich Messung der Erfolge, vielleicht sind wir dann noch bisschen oldschool unterwegs, aber wir versuchen zumindest einmal im Quartal einen standardisierten Fragebogen von jedem, dabei ist, ausfüllen zu lassen. dann gewisse KPIs zu erfassen, sei es jetzt im vergangenen Zeitraum, die Impressions, die Engagement Rate, die Zahl der Pots generell, dann zu sehen, sind wir gerade wieder in so einer Hochphase, wo alle motiviert sind oder ist jetzt gerade, ich mein, wir kennen es, gerade im Jahresendgeschäft und da widmet man die Arbeitszeit dann doch eher anderen Themen, ist man sich mal gerade wieder so in einer... in einem Absinken und das beobachten wir und passen dann eben entsprechend an. ganz klar, wir haben von Anfang an das Motto aufgerufen, jeder kann, keiner muss, bedeutet eben auch, dass wenn solche Phasen wie jetzt sind, wo es nochmal wirklich darum geht, Geschäft zu machen, da alles reinzugeben, dann ist es ganz natürlich, dass der Fokus da ein bisschen wandert. Gerade weil wir unter den Corporate Influencer noch einige aus dem Bereich Vertrieb und Produktmanagement dabei haben, sind dann andere Prios wichtiger.
Tomas: Das ist bei jedem Programm, bei jedem Unternehmen so der Spagat, dass man den Menschen das zur Verfügung stellen möchte, die Kompetenzen an die Hand geben möchte, auch sie motivieren, inspirieren möchte. Und dann kommt dann halt leider der Job.
Kerstin: Thomas?
Kerstin: Hallo?
Tomas: Hallo, hallo? Hallo, hallo? Test, test, test.
Kerstin: Ja? Thomas? Hörst du mich?
Tomas: Was war das?
Kerstin: Hallo?
Kerstin: Hast du, hörst du mich? Hallo?
Tomas: Okay.
Kerstin: Hallo?
Tomas: Das ist ja doof.
Kerstin: da bist du wieder. Ja? Ja? Ich seh dich und hör dich wieder.
Tomas: Jetzt hört's mich wieder? Okay, super. Keine Ahnung, was das gerade war.
Kerstin: Auf einmal war es
Tomas: Auf einmal war ich, ich war weg tatsächlich, also es war nicht an dir, es lag definitiv an mir. Sorry dafür, obwohl ich überhaupt nichts geändert habe. Okay, anyway, alles gut, muss irgendjemand im Zettelsfall ich dann in der Post wieder gerade rücken. Entschuldigung für die Unterbrechung. Läuft auf jeden Fall weiter, von daher lassen Sie das gar nicht beeindrucken. Ich habe aufgehört mit, das ist ja immer, nicht nur am Jahresende, so ein bisschen die Krux in der Rolle als Koordinator oder eben auch für uns als externer Begleitung immer so dieses Hin und Her zwischen Inspiration und pushen und motivieren und geben. auf der anderen Seite kommt halt manchmal dann der Job dazwischen, also der andere Job. Und der ist wie du es sagst, am Ende des Tages auch der ausschlaggebende. Dafür wird man ja auch im Kern dann auch bezahlt. Kerstin, jetzt hast du schon gesagt, ihr habt Menschen aus verschiedenen Bereichen und dann auch Vertrieb mit an Bord. Wie seid ihr bei der Auswahl der Teilnehmer vorgegangen? Kannst du das beschreiben?
Kerstin: Mmh.
Kerstin: Am Anfang haben wir tatsächlich beschlossen einzelne Personen zentral auszuwählen und dann auch zunächst an deren Führungskräfte zuzugehen und sozusagen das Programm zu erklären. Auch zu erklären, warum haben wir jetzt genau die Person aus dem jeweiligen Team, warum hätten wir die gerne dabei, warum haben wir die ausgewählt. auch für dieses Commitment abzuholen, die eine Führungskraft ergeben muss. Ich lasse es zu, dass man Mitarbeiter, jedenfalls auch in der Arbeitszeit, das Teil seines Jobs sieht. dann hatten wir eben eine Liste an Namen, die haben wir dann eben auch kontaktiert, über das Programm informiert, gefragt, ob sie Lust hätten, das mit uns zu starten. Und ein paar sind weggefallen, die meisten sind geblieben. Und seitdem ist natürlich das Programm intern sichtbar. Das heißt, da kommen dann, wir sagen auch gar nicht, dass das nur zu Beginn des Jahres ist, gerade auch Neustarter, die bei uns neu beginnen, die bekommen diese Information sofort und sagen, ja, sie hätten eben auch Bock dabei zu sein. Das heißt, für die gibt es dann ein Ad-hoc-Onboarding und dann sind sie auch Teil der Gruppe. Das heißt, sehr flexibel kann man da als neuer Influencer dazukommen und startet dann mit den ersten Infos des Onboardings mitten rein und ist dann Teil der Gruppe. Also am Anfang eher selektiv ausgewählt und seitdem jeder der hier Lust hat sich zu positionieren ist natürlich gern dabei.
Tomas: Das ist auch schon von hybriden Sessions gesprochen, die ihr habt. Wie ist jetzt aktuell der Stand bei Dinge? Wie viele aktive Corporate Influencer sind dann bei euch am Start und wie werden die begleitet?
Kerstin: Ja, wir sind aktuell, ich würde mal sagen, eine Gruppe von ungefähr 20 Personen, wobei so an die fünf sicherlich nochmal abzuziehen sind, die das Netzwerk mehr oder weniger intensiv betreuen. Was sage ich dazu? Natürlich in der Gruppe sind auch eigentlich alle aus meinem Team im Marketing und Communications Bereich dabei, auch zu beobachten oder auch sie selbst zu positionieren. zumindest zwei Personen daraus eher, administrativen Support zu leisten. Und dann sind so zehn bis fünf Leute wirklich aktiv dabei, die auch standortübergreifend sind. Also in Deutschland sind wir in Hamburg und in Karlsruhe und einige vom Vertrieb eben im ganzen Land verteilt. Und wir haben auch ein paar Kollegen, Kolleginnen aus Österreich dabei. Denn mein Team betreut eben auch da beide Märkte und dementsprechend haben wir dann die Pest Practices transferiert und konnten eben auch aus Österreich da einzelne Kolleginnen und Kollegen begeistern da mit an Bord zu sein.
Tomas: Das ist natürlich ein ganz starkes Rückgrat, eine ganz starke Unterstützung mit fast vier, fünf Leuten, die das Programm begleiten. Das ist fantastisch. Wie sieht denn euer Alltag aus? Wie viel Zeit investiert ihr dann auch im Hintergrund in das Programm und wie unterstützt ihr die Teilnehmer?
Kerstin: Ja, wir sollten mehr investieren. Das wird mir immer in gewissen Phasen, wo auch in meiner Abteilung viel los ist. jetzt hatten wir die Planung, Budgetplanung, Marketingplanung für nächstes Jahr. Da leidet natürlich der Fokus auf das Programm teilweise stellenweise drunter. Wir investieren sicherlich so eine Stunde pro Woche in Recherche, also zu schauen, was hat sich denn jetzt schon wieder getan. Also da gibt es weiß es ja auch, gewisse Profile auf LinkedIn, hier sehr stark im Bereich Corporate Influencing sich positionieren, Wissen teilen. Das probieren wir dann wieder für uns einzuordnen, an unsere Teilnehmer weiterzugeben. Also da geht es mehr Wissenserhalt, Aufbau, Inspiration. So hier hat jemand, Bretter Bernds ist ja zum Beispiel so eine.
Tomas: Natürlich.
Kerstin: die sehr gut ihr Wissen aufbereitet und man davon lernen kann und das wiederum tragen wir weiter hier eine Checkliste, wie man dabei bleibt, wie man Content schreiben kann und dann sagen wir, habt ihr das schon gesehen? Das könnte ja auch was für euch sein. Und dann nutzen wir gewisse Momente im Jahr, wo wir ohnehin physisch zusammenkommen in größerer Runde. kann ein Sommerfest sein, das kann jetzt auch unser Weihnachtsunterkunft sein, das kann vielleicht noch so ein, zwei andere Momente im Jahr sein, an dem vor Ort Face-to-Face-Meetings anzuschließen, wo eben die Community der Corporate Influencer wieder mal zusammenkommen kann. Weil so dieser persönliche Austausch ist natürlich schon nochmal, also bringt nochmal einen höheren Mehrwert als vielleicht virtuelle Webinar-ähnliche Treffen. Das probieren wir zu nutzen und trotzdem Reisekosten möglichst gering zu halten.
Tomas: Ja, das natürlich bei so einer verstreuten Gruppe aus in mehreren Regionen, Ländern und Städten nicht ganz so einfach, sich persönlich zu treffen. Aber ich gebe dir recht, wenn man das kann, sollte man das immer tun, damit man die Gruppe zusammenhält, damit man gemeinsam auch sich Feedback gibt, sich auch mal. Es ist halt immer eine ganz andere Qualität an Treffen. Muss man sagen, das bleibt auch nicht aus. Wie ist das denn bei? Wie viel Zeit sollen denn die Teilnehmenden idealerweise investieren? Was hat ihr denen denn gesagt?
Kerstin: Natürlich haben wir Ihnen so eine Art Redaktionsplan an die Hand gegeben, den Sie dann auf Basis Ihrer individuellen Vorlieben abändern können. eben, ich denke eine gewisse Regelmäßigkeit zu herzustellen und auch die eigene Community hier mit gutem Content versorgen zu können, wäre so ein Post in der Woche So der Idealzustand. Aber ich weiß natürlich auch von meinen eigenen Aktivitäten, dass selbst ein Post in Woche klingt am Anfang so wenig, aber erfordert dann doch einiges an Vorbereitung, Vorausdenken, an strategischer Planung. Das heißt, auch wenn es vielleicht zweimal im Monat passiert oder dreimal mit zwei Fachthemen, semi-persönlich, dass man sagt, okay, hier war ich bei mit dem Team unterwegs oder wir haben bei einer Messe teilgenommen. Das ist dann auch schon mal gut. Auf jeden Fall ist eine gewisse Regelmäßigkeit zu kommen und selbst wenn man nur klein anfängt, ist das besser als man hat den letzten Post vor sechs Monaten. Das bringt dann auch nicht mehr so viel.
Tomas: Ich habe meiner Erfahrung nach sehr viel Druck wegnehmen können, indem man Content nicht nur als eigene Beiträge denkt, sondern als Beiträge und oder Kommentare. Und es gibt, wie du sagst, es gibt solche Wochen, eben keine Zeit bleibt oder keine Kreativität bleibt für den eigenen Beitrag. Aber zwei, drei gescheite Beiträge zu schreiben, äh Kommentare zu schreiben, das schaffe ich in der Regel auf jeden Fall vielleicht sogar jeden Tag oder zumindest zweimal in der Woche. Ist das auch etwas, was ihr aktiv steuert?
Kerstin: Mh.
Kerstin: Ja.
Tomas: Naja, nicht steuert, aber wo ihr drauf hinweist und sagt schon mal hier ist ein Beitrag, das ist doch genau dein Themengebiet, guck mal, da könntest du kommentieren.
Kerstin: Da geht es auch so in Richtung Bestandskundenbetreuung oder Relationship Management mit potenziellen Neukunden. ihr darauf hinweist und schaut, folgt doch den Key People, die ihr entweder schon kennt oder noch gerne kennen möchtet, gewissen Unternehmen und wenn da Beiträge sind, die in euer Expertengebiet fallen, dann würde sich einen Beitrag, einen Kommentar hier anbieten und das bringen wir immer wieder mal gerade als Reminder, weil auch das kann gewisse, nimmt gewisse Zeit den Anspruch, gerade auch da am Laufenden zu bleiben und ja, pushen wir euch immer wieder mal.
Tomas: Bei Chefs Scats sagen wir ganz oft, dass es eine A3 Klang ist, der den Erfolg ausmacht. Aus den Mitarbeitenden bzw. Corporate Influenzer, aus dem Vorstand, dem Top Management und aus der Company Page. Kerstin, kannst du uns damit nehmen, wie ihr das auch bespielt, gerade die Company Page, auch welche Rolle sie da spielt?
Kerstin: Ja, unsere Company Page ist in eine globale Strategie eingebunden, also Griff gibt es nicht nur in Deutschland, wir sind ein global tätiger Konzern, insgesamt 37 Länder und vor, ich letztes Jahr wurde die Strategie das letzte Mal angepasst, wo es ganz geile Vorgaben gibt, mindestens drei Posts pro Woche abzugeben und auch kontinuierlich am Aufbau der Follower-Schraff zu arbeiten. das ist, Headquarter, sehr wichtig, dass das aktive Seiten sind, dass da viel passiert. Ansonsten wäre eher eben der Ansatz, wenn das zu klein ist und zu wenig passiert, weil das lokale Team das nicht abdecken kann, die Inhalte in das globale Corporate Profil zu merken. Von daher ist es gerade uns in Österreich und Deutschland sehr daran gelegen, da möglichst aktiv zu sein. Und wir geben dann in die Community auch Tipps, wie beispielsweise eine Corporate News personalisiert werden könnte. wir hatten das beispielsweise vor kurzem, da haben wir ein sehr innovatives neues Feature unserer Business Information Platform Panorama ausgerollt und da haben wir versucht, so Ideen zu geben.
Tomas: klingt so bisschen drohend.
Kerstin: Wie könntet ihr das auf eine persönliche Art Weise auch in eurem Netzwerk streuen? Und bei mir war eben der Ansatz zu sagen, bin sehr, also es ist ein Faktor Stolz zu betonen, ich bin sehr stolz darauf, dass wir da im Marketing-Team auch etwas zu diesem Launch beitragen konnten, das eben zu zeigen. Und natürlich, wenn jemand dazu mehr Infos gerne hätte, dann entweder mich anschreiben oder den Link auf der Webseite anklicken. Das heißt, ja, es gibt Momente, wo wir versuchen, das hier zu verbinden. Ansonsten sind aber alle im Corporate Influencer Programm auch frei, ihre Themen da selbst zu bestimmen. Aber natürlich übergeordnet gerade für die Experten, die sich hier einen gewissen Status aufbauen wollen, hat das immer irgendwas mit dem Job zu tun.
Tomas: Mhm.
Kerstin: kann das auch mal sein, dass Sie sagen, ich habe eine Idee für eine Fachartikel, habe aber keine Zeit, den zu schreiben, dann geben wir natürlich da Unterstützung oder ich würde das gern als Interview aufbereiten, dann helfen wir da auch. Also es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diese Inhalte zu verbinden und das funktioniert eigentlich ganz gut.
Tomas: Sieht man hier und da mal einen Like oder Kommentar von der Company-Mage oder dem Vorstand unter den Beiträgen der Corporate Influencer?
Kerstin: Ja, das passiert sogar sehr viel. Das freut mich dann auch immer. Das wird auch wertgeschätzt, dass hier die Zeit investiert wird. Und ich sehe gerade von unserem Geschäftsführer, der hat das sehr im Blick und gibt da seine Likes und manchmal eben auch Kommentare ab. Wir haben vielleicht da noch kurz anschließend am Anfang auch probiert intern das CEO Positioning abzudecken. auch da haben wir gemerkt, mit den Ressourcen, personellen Ressourcen, uns zur Verfügung stehen, ist das schwer abzudecken. Also da müsste man wirklich für eine Person fast nur oder halbe darauf abstellen, hier regelmäßig relevanten Content in der entsprechenden Art und Weise zu erstellen. Und wir haben uns jetzt auf einen Kompromiss verständigt, der unserem Geschäftsführer doch einen gewissen Grad an Sichtbarkeit gibt, aber für uns überschaubaren Aufwand verursacht. Und das ist, wenn wir beispielsweise Pressemeldungen veröffentlichen, Studien, die dann beispielsweise auch in der Wirtschaftswoche, im Handelsblatt etc. aufgegriffen werden, dass er das dann als Anlass nimmt zu sagen. unsere Daten, unsere Analysen und übrigens darüber wird auch in diesen sehr relevanten Medien berichtet. Sprecht mich an, wenn ihr darüber mehr wissen wollt. Das ist dann ja sein Thema, sein Kanal.
Tomas: Sehr schön. Kerstin, worauf bist du am meisten stolz, wenn du dir eure LinkedIn Kommunikationen anschaust?
Kerstin: Ich denke, dass wir immer noch den Kanal auch selbst in der Steuerung haben, dass wir hier zeigen, dass wir den strategisch einsetzen und daraus auch Mehrwerte generieren. Dass wir auch sehen, dass Kunden damit interagieren oder zwischendurch auch gerne proaktiv sagen, ich würde gern zeigen, dass ich mit euch zusammenarbeite, dazu einen Post auf LinkedIn absetzen und euch taggen. Das machen wir natürlich sehr gern. dass wir über die ganze Zeit, wo, wie ich es ja schon erwähnt habe, nicht immer der vollste oder der Top-Support, den ich dem Ganzen auch gerne geben möchte, vorhanden war, doch eine relevante Anzahl an Personen dabei halten konnten. die sich dafür begeistern und auch Lust drauf haben, uns das weiterzuentwickeln. kommt ja auch aus der Community heraus. Dann Ideen, das kann man auch so machen oder habt ihr schon mal daran gedacht. Und dann nehmen wir das auf und versuchen das umzusetzen. Also da ist sehr viel Zusammenhalt zu spüren und das macht mich stolz.
Tomas: Gibt es so ein Beispiel, ein Feedback, ein Post oder ein Gespräch, stattgefunden hat, wo er sagt, das hat uns bisschen überrascht, aber das auch richtig cool eigentlich.
Kerstin: Ich glaube, Anfang des Jahres veröffentlichen einmal im Jahr zum Weltfrauentag eine Studie, wie viele Frauen in Führungspositionen Das hat sich dieses Jahr, denke ich, ganz gut weiterverbreitet. Und auch ein Screenshot, wo wir dieses Jahr wieder auf der Titelseite des Handelsblatt mit einer Ausweitung zu sehen gekommen sind oder zu platziert worden. Das hat sich auch sehr gut weiterverbreitet. es sind so die spontanen Highlights, die mir einfallen.
Tomas: Sehr cool. ist ein super spannendes Thema. Auch auf LinkedIn, aber auch im richtigen Leben ist gerade dieses Buch Machtgebiete, vielleicht hast das auch schon mal gesehen, sehr, sehr en vogue. bin neulich, ich habe es im Flugzeug gelesen, bin tatsächlich darauf angesprochen worden, dass ich das von einer Frau gerade lesen würde. Dazu machen wir vielleicht auch nochmal einen Podcast-Episode, habe ich den Eindruck, sobald ich durchhabe.
Kerstin: Mhm. Mhm.
Kerstin: Ein
Kerstin: Klingt nach einem Plan.
Tomas: Wie hat sich dein Arbeitsleben, dein Standing im Unternehmen verbessert oder verändert auf jeden Fall? Viele, die den Podcast hören, überlegen ja vielleicht auch, soll ich auch so ein Corporate Influencer Programm machen oder wieder reaktivieren oder kann ich was anderes machen? Kannst du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wie du und deine Kolleginnen und Kollegen da wahrgenommen werden intern?
Kerstin: Mmh. Mmh.
Kerstin: Also ich versuche natürlich mit einem guten Beispiel voranzugehen und das Corporate Influencer Programm hat sicherlich dazu geführt, dass ich mich kontinuierlich mit dem Thema beschäftige und auch mit dem Thema Personal Branding, sodass ich da eben selbst sehr aktiv bin und gerade auch dieses Jahr wieder versucht habe, mich verstärkt mit Themen zu positionieren über Event-Teilnahmen hinaus, du ja auch richtig bemerkt hast. ich denke da kommt der ein oder andere auch immer wieder mal auf mich zu und fragt so, Kassin, wie willst du es machen oder ist das der richtige Ansatz? Also diese Expertenrolle, glaube ich, wird meinem Team und mir schon zugestanden. Aber es ist auch wichtig, dass wir nicht das Wesentliche in den Augen verlieren, nämlich was es in unserem Job tatsächlich zu tun. Aber wenn man belegen kann, okay, diese Arbeit zahlt sich auch aus, weil ich komme da mit gewissen Personen ins Gespräch, die ich auf Veranstaltungen kennengelernt habe, bei denen dann ein Follow-up funktioniert, gerade beispielsweise nach Bitcoin-Veranstaltungen und daraus dann auch wieder Mehrwerte für die Firma generieren kann, dann ist das, ich, das beste Beispiel, warum man Zeit darin investieren sollte. Wenn die Frage so geht, was kann ich anderen empfehlen, weiterhin sich das Commitment eben von oben abzuholen, also je mehr nicht nur jetzt Management, aber auch Teamleads davon überzeugt sind, dass das funktioniert, desto weniger Diskussionen wird es dann auch darüber geben. Und ich glaube, auch die Botschaft, naja, wenn wir jetzt die Leute sichtbarer machen, werden sie auch für andere sichtbarer und gehen dann vielleicht da auch nicht müde werden, zu betonen, dass die sowieso gehen würden, wenn es nicht passt oder wenn etwas vermeintlich Besseres daherkommt. Von dieser Angst sollte man sich auf jeden Fall befreien und ich merke es auch intern, gerade
Kerstin: weil wir das machen, ist das eigentlich eine schöne Botschaft und war sicherlich auch ein kleines Puzzlestück. Letztes Jahr, als wir wieder die Great Place to Work Zertifizierung bekommen haben, weil man einfach sieht, okay, da wird in die Mitarbeitenden investiert. Wenn ich das möchte, kann ich das in Anspruch nehmen. Und ich denke, das sind dann so die kleinen Sachen, die am Ende die Zufriedenheit steigern und statt, man orientiert sich eher dazu beitragen, dass die Personen im Unternehmen bleiben.
Tomas: Ja, und das ist ja auch ein, du sagst es ja selber, wunderbares Beispiel dafür an Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, die ich potenziellen neuen Bewerbern und Mitarbeitern auch zeigen kann. Hey, hier kannst du Teil von unserem Corporate Inplant Programme sein. Wir helfen dir dabei, sichtbarer zu werden, intern wie extern deine Personal Brand aufzubauen. Und wenn man das schon eben am Laufen hat und wirklich einfach anbieten kann, ist natürlich dann auch vielleicht ein Argument nochmal für den einen anderen dazu zu kommen.
Kerstin: Mhm.
Tomas: Wie ist denn deine persönliche LinkedIn-Routine, Kerstin? Wie aktiv neben den Veranstaltungen bist du denn auf LinkedIn?
Kerstin: Ja, ich habe so zu Mitte des Jahres begonnen, auch mit professioneller Unterstützung, wenn man so möchte, da nochmal kritisch einen Blick drauf zu werfen, über was kann ich denn eigentlich berichten. man hat ja immer so die Vorstellung, das ist einfach nicht wichtige Not, das ist nicht relevant genug, warum sollte mir da jemand zuhören und bin dann auch überzeugt worden, dass das sehr wohl passt und da eine wichtige Botschaft daraus entsteht und habe jetzt hier auch mit Hilfe von gewissen Planungstools, so einem Skeletal erstellt, Themen runtergebrochen von verschiedenen Leuchtturmthemen und ja, bin jetzt seit ein paar Monaten denke ich ganz gut und regelmäßig dabei. Diese
Tomas: Mhm.
Kerstin: unterschiedlichen Säulen auch zu bespielen von Experten-Content, Social-Content, vielleicht auch eben noch mal die Events, ja auch nicht unwesentlich sind und so einen guten Mix zu erreichen, was sich auch darin zeigt, dass ich, wir wissen alle die Sichtbarkeit durch den Algorithmus ist über die letzten Monate oder das letzte Jahr gesunken, dass ich jetzt mit den verschärkten Tätigkeiten das Level zumindest halten konnte, dass ich davor mit weniger Aktivitäten, aber halt mehr Reichweite generieren konnte und das stellt mich dann doch zufrieden.
Tomas: Ja, da heißt es erst, also so eine Art Mini-Audit bei dir selber gemacht und überprüft, ob deine Themen und Botschaften noch zu dir passen oder ob es da mal Financierungen geben muss.
Kerstin: Genau, ja, Miniuo, das kenne ich gut.
Tomas: Ja, sehr sehr ratzend. Erinnern, das haben wir Ende des Jahres vielleicht auch gerade wieder zwischen den Feiertagen und Anfang nächsten Jahres gerne mal machen. Ist das Profil noch aktuell? Passt da alles noch? Muss das angepasst werden? Und was sind meine Themen und Botschaften, über die ich das nächste Jahr sprechen möchte? Und tatsächlich ist auch da meine Empfehlung, dass wir zwei bis drei Themen uns daran festhalten. Nicht sklavisch. Das heißt, wir dürfen auch mal rechts und links darüber posten, wie es uns zum Lieblingsfußballverein geht zum Beispiel oder ähnliches. Aber
Kerstin: Mmh.
Tomas: Es hilft tatsächlich diesen Nordstern zu haben, denn dann fällt es uns viel viel leichter auf mögliche zu kommen für Beiträge und ich finde auch leichter die Experten und Expertinnen, die genau über meine Themen auch sprechen, an die ich mich hacken Haken kann? Nee, dran hängen kann. So rum.
Kerstin: Ja, da vielleicht noch, wenn ich da anschließen darf, die Expertinnen zu finden, darüber aufsprechen. Ich denke, in meinem Job Personalisierung von Inhalten auf bestimmte Zielgruppen ist etwas, was wir laufend machen. bei dem eigenen Content sollte es eigentlich auch so sein, sich da zuerst zu überlegen, wen will ich denn eigentlich erreichen und ist eines dieser zwei, drei Hauptthemen, die ich mir ausgesucht habe. Wie bereite ich die unterschiedlich auf, ich genau dort Gehör finde oder diese Personen dann auf mich aufmerksam werden. Das war noch mal so ein Aha-Moment dieses Jahr und das probiere ich zu beherzigen und strategisch zu berücksichtigen.
Tomas: Und wie machst du das?
Kerstin: Also wir haben das dann aufgeteilt, meine Ziele, die ich erreichen möchte und wer da dahinter steht. ich habe tatsächlich dann auch Unterstützung bekommen, diese Recherche durchzuführen. Also was sind Unternehmen, die vielleicht auch so in der Branche stattfinden, auch im Hinblick natürlich auf Businessmöglichkeiten, wo Wo sollte mir jemand folgen und für Marketing, Geschäftsführer etc., wo ich einerseits fachlich, aber auch aus dem Business heraus etwas zu sagen habe, wie muss ich das dann aufbereiten, damit die dann auch verstehen, ja, die Kerstin, wenn ich da mal was brauche, dann melde ich mich.
Tomas: Also so eine so eine Person eigentlich wirklich gebildet, dann zu gucken, welche Fragen, Probleme haben die Menschen, wie kann ich sie beantworten? Ja, sehr, cool. Was auch helfen kann, wirklich eine, wir sagen bei Schaffenskosten immer eine People-to-engage-Liste damit. Das sind dann Menschen entweder direkt Kunden oder potenzielle Kunden, das ist ja auch gesagt Kerstin, auch mal Bestandskunden oder vorherige Kunden, aber auch Influencer, Multiplikatoren.
Kerstin: Ja, ja, richtig.
Kerstin: Mhm.
Tomas: Menschen, die was in meiner Branche zu sagen haben und denen, die auch schon gefolgt werden von meinen Kunden. Wenn ich da wiederum interagiere mit Kommentaren, komme ich da eben auch in die Sichtbarkeit bei Menschen, mit denen ich noch überhaupt nicht vernetzt bin. Bis ich gar nicht weiß, dass die vielleicht relevant sind.
Kerstin: Ja, ja, richtig.
Tomas: So, Kerstin, sind wir unter uns. Wir schauen mal auf das COVID-Influencer-Programm zurück. hast gesagt, 2021 sei dir damit an Start gegangen. Das ist ja auch schon jetzt ein paar Tage her. Woran hat es denn am meisten gehakt, was das Thema Aktivität angeht, Sichtbarkeit? Ist ja nicht ganz einfach.
Kerstin: Ja, und zwar klar, dass wir zunächst mal das Wissen aufbauen können und du hast das Ganze am Anfang angesprochen, da habt ihr auch uns von Schaffengeist unterstützt, nämlich, und auch da sind wir wieder auf unterschiedliche Zielgruppen eingegangen, zunächst mal für die ganze Company. Was tun wir denn da eigentlich und warum sollte jeder hier sichtbar sein, welchen Mehrwert bringt das für jeden Einzelnen und wie passt das auch in unsere Strategie? Und dann haben wir beispielsweise runtergebrochen und wissen auch nochmal speziell für Vertrieb und vertriebsnahe Abteilungen aufgebaut und Workshops durchgeführt, einfach mal diesen Einstieg zu finden. Also ich denke...
Tomas: Mhm.
Kerstin: Ohne das, einfach jetzt, machen wir mal, hätte es nicht geklappt. Und natürlich mussten noch mein Team und ich trainiert werden, verstehen, woran besteht das, was sind so Basics, die man erstmal schaffen muss. Also ich glaube, es wäre verkehrt gewesen, sofort, okay, und jetzt posten. Sondern es war schon gut, dass wir uns gerade am Anfang auch die Zeit genommen haben, diese Basics zu schaffen.
Tomas: Hm.
Kerstin: sprich auch in Absteuung mit dem Headquarter unsere Social Media Guidelines zu bearbeiten, gewisse Prozesse aufzusetzen und ja auch wenn man die im Laufe eines Programms immer wieder anpasst oder auf die aktuellen Ressourcen die an zur Verfügung stehen abstimmt, ist es doch leichter wenn man eben schon so diese Guardrails hat, dass man weiß in welchem Zusammenhang bewegt man sich da.
Tomas: Mhm.
Kerstin: Und dann war es auch nicht überall, aber in manchen Bereichen eine gewisse Herausforderung dazu führt zu werben, dass es Sinn macht, dass die Mitarbeitenden da dabei sind. Also manche waren dann doch ein bisschen skeptisch, so muss das jetzt sein. Also ich denke, das war so eine kleine Herausforderung, die wir aber auch ganz gut gemeistert haben. Die Frage stellt sich aktuell sehr selten und bis fast gar nicht mehr.
Tomas: Was ist denn dann die häufigste Frage, die ihr aktuell gestellt bekommt?
Kerstin: Eher teilweise, also direkt aus dem Netzwerk heraus, also die schon dabei sind, eben zu wissen, wie funktioniert denn der Algorithmus jetzt wirklich und wie hat es sich schon wieder verändert. das ist tatsächlich das Spannendste, was die Kollegen und Kolleginnen so umtreibt.
Tomas: Hahaha!
Kerstin: Ja, fällt mir jetzt grad nix an.
Tomas: Es verteilt sich dann über viele einzelne Fragen vermutlich. Was ist denn jetzt Kerstin, wenn jetzt eine gute Freundin, ein guter Freund auf dich zukommt, befreundest Unternehmen kein Wettbewerb und sagt, Kerstin ich sehe was du da auf LinkedIn machst, ganz fantastisch. Wie überlegen auch das gerade, ob wir das bei uns starten sollten? Welche drei, wenn sie eine Checkliste hätten, was wäre da drauf? Was muss das Unternehmen?
Kerstin: Ja.
Tomas: geschafft haben oder erfüllen oder sollte es erfüllen, ein Corporate Influencer Programm langfristig erfolgreich sein kann und nicht nur eine Kurzinitiative bleibt.
Kerstin: Ja, wie vorhin erwähnt, sicherlich mal die Basics schaffen. Also was brauche ich denn an Richtlinien, Prozessen, wo muss ich das alles festhalten, wie schaffe ich das, das dann auch zugänglich ist. Das ist denke ich mal Punkt eins. Das dann im besten Fall auch schon fertig in der Schubkarte. zu haben, wenn es dann heißt, es geht los. Der zweite Punkt ist sicherlich die Unterstützung top down, aber auch bottom up. wirklich hier zu definieren, welche Zielgruppe inter muss ich wann abholen, damit das Ganze zum Erfolg wird. Wen muss ich da als Sponsor gewinnen. Punkt drei auch schon von Anfang an zu definieren, da haben wir vielleicht auch ein bisschen erst so spät begangen,
Tomas: Mhm.
Kerstin: die KPIs zu definieren und je mehr diese KPIs mit dem Business zusammenhängen, dass man auch im B2B Marketing beweisen kann, all das was ich mache, und dazu gehört ja auch ein Corporate Influencer Programm, trägt zur Strategie zum Unternehmenserfolg bei, desto weniger hat man dann hinten raus Diskussionen, weil man weiß oder belegen kann, okay diese Sichtbarkeit. bringt am Ende des Tages uns allen was.
Tomas: Sehr schön. Zu Punkt zwei, den anderen Parteien-Stimmen im Unternehmen. Da gibt es ja immer je größer Unternehmen, ganz ganz viele davon. Wie seid ihr damit umgegangen? Klassischerweise hast du da Compliance, Betriebsrat, gegebenenfalls Datenschutz und so weiter. Bei euch im Finanzsektor, es sehr sehr stark Kundendaten, Kundengeheimnisse geht, vermute ich auch nochmal ein ganz wichtiger Faktor.
Kerstin: Mh.
Kerstin: Hm.
Tomas: Wie seid ihr da vorgegangen, in Anführungszeichen bedenkträger, potenzielle bedenkträger mit ins Boot zu holen?
Kerstin: Ja, wenn ich mich zurückinnere, und ich hoffe, ich erinnere mich noch gut zurück, war das eben so eine Kaskade von einzelnen Schritten. Also zunächst mal klarzustellen, wir wollen das machen und dann eben das Konzept zu präsentieren, einfach mal das Management hier abzuwählen.
Tomas: stimmt. Gehen wir weiter von außen.
Kerstin: Dann, ich hatte es ja gesagt, am Anfang hatten wir eine einzelne Personen nominiert da teilzunehmen, als nächstes dann auf die Führungskräfte zuzugehen. Zu sagen, okay, das wäre jetzt mal unser Ansatz. Seid ihr da dabei, unterstützt ihr das, passt das. Und du hast vollkommen recht für den Punkt, den ich als erstes bei der letzten Frage erwähnt habe, die ganzen Prozesse etc., da braucht es Compliance, Liege.
Tomas: Mhm.
Tomas: Mhm.
Kerstin: gegebenenfalls irgendwelche Freigaben, Konsens, man geben muss. Betriebsrat ist auch nie verkehrt, wenn man dann einfach proaktiv abholt, bevor er das erst entdecken muss. ich denke, ist man gut aufgestellt. Aber da am besten keinen vergessen. Letztendlich das Ganze wie ein Projekt, wie eine Einführung eines neuen Tools begreifen. Ich denke, dann fährt man das sehr gut.
Tomas: Hmm.
Tomas: Es ist ein bisschen wie Change-Management am Ende des Tages. Und auch da, es hilft mir nicht, einfach nur einzuführen. Ich muss die Leute ja auch mitnehmen, die muss mitnehmen wollen, ansonsten ist es eben nur verpufftes.
Kerstin: Ja, ja.
Kerstin: Ja, ja, richtig.
Tomas: Kerstin, haben nach hinten geschaut in die Vergangenheit. Jetzt schauen wir mal nach vorne in die Zukunft. Wir haben jetzt Anfang Dezember 2025 mal angenommen. Wir treffen uns am 9. Plausch Dezember 2026 wieder. 12.00 später. Was wünscht du dir? Was passiert im nächsten Jahr mit dem COVID Influencer Programm Beigriff?
Kerstin: Ja.
Kerstin: Ich habe jetzt in meinem Team wieder einen Kollegen mit dem Programm betreut und ich hoffe, das wird ... dem Ganzen auch wieder einen neuen Schwung geben, weil ich eben auch merke, dass ich alleine oder ausschließlich einfach schwierig ist, dem Ganzen die Aufmerksamkeit zu schenken, die es einfach braucht. Das heißt, würden wir uns nächstes Jahr wiederhören, kann ich hoffentlich berichten, dass das dem Ganzen einen gewissen Aufschwung gegeben hat und auch mehr Verbindlichkeit wieder reingebracht hat, dass weniger ad hoc, sondern wieder mehr geplant und strukturierter im Vorgehen. Das würde ich mir wünschen oder das würde ich mir auf einen Zettel schreiben, wenn es darum geht, die Wünsche für das neue Jahr, die Vorsätze zu notieren. Ja, das wäre es.
Tomas: Ja, der Wunsch steht da. neben der personellen Verstärkung, welche Maßnahmen könntest du dir vorstellen, die da funktionieren, mehr Routine reinzubekommen, mehr Planbarkeit?
Kerstin: Mh.
Kerstin: Ganz simple oder eigentlich ein No-Brain-er. Wir haben gerade so jetzt in diesem Jahr zu sehr ad hoc Maßnahmen geplant. Das heißt Meetings oder auch andere Kampagnen. Da darauf zu achten, dass das einfach in einem Plan eingebettet ist, der im besten Fall Anfang des Jahres ausgesendet wird. das sind unsere Fixpunkte im Laufe des Jahres. Ihr seht, wir kommitten uns. Dementsprechend freuen wir uns auch, wenn ihr euch kommitet und das dann eben hier gemeinsam wieder verstärkter nach vorne zu tragen. Also ich glaube, ist immer gut, wenn man reflektiert, was hat in der Vergangenheit gut funktioniert, wo sind wir jetzt vielleicht gerade wieder in so einer abflachenden Welle, dann wieder vor die Welle zu kommen. Das ist aus meiner Sicht auch so ein natürlicher Weg der Programme. Aber für nächstes Jahr hoffentlich können wir dem ganzen auch wieder einen Push geben und dann schauen wir am Ende des Jahres, ob es erfolgreich war.
Tomas: Mhm.
Tomas: Prima. Letzte Frage an der Stelle, auch wieder zukunftsgerecht. Was glaubst du denn, wo es mit LinkedIn hingeht als Kanal in der Unternehmenskommunikation, sei es jetzt für die Companypage, für die Vorstände, für die Mitarbeitenden? Du hast ja schon gesagt, die Algorithmen, die Reichweite derzeit ist jetzt nicht gerade das am stärksten wachsende Feature bei LinkedIn. Wie siehst du das? Gibt es eine Ablösung, am liebsten was im Horizont, weh zu bleiben, wird es wieder relevanter werden?
Kerstin: Hmm.
Kerstin: Ich nutze LinkedIn einerseits aktiv, natürlich auch meine Inhalte zu verbreiten, aber was ich auch toll finde im Sinne der Recherche, also einfach zu schauen, das zu nutzen, zu verstehen, was sind Trends, worüber reden Leute und das dann auch wieder für die eigene eigenen Aktivitäten im Marketing-Mix zu verwenden. Also ich hoffe, die Leute bleiben weiterhin so aktiv, diesen Punkt weiter nutzen zu können. Ich sehe es an sich jetzt auch nicht kritisch, dass die Reichweite nicht immer weiter steigt, steigt, steigt, immer größer, toller, dass man hier auch mit gewissen Inhalten andere Mehrwerte stiften kann. Und was mich jetzt freut im Vergleich zu vielleicht vor einem Jahr ist, dass Inhalte länger sichtbar bleiben. Also dass man nicht nur etwas macht für die nächsten ein, zwei Tage, man, zumindest ich, Reaktionen sehe auf Posts, die ich schon vor drei Wochen veröffentlicht habe. dass ich weiß, gut, ich mache da etwas, was Bestand hat. Und das ist wieder so ein positives Signal. Und daher, denke, auf die nächsten Jahre ist sicherlich die Relevanz des Kanals gesichert, sowohl für Corporate Pages als auch für persönliche. ich denke, wenn man dran bleibt, hier selbst relevanten Content zu produzieren und das andererseits auch so als Recherchemedium nutzt, kann man da weiterhin sehr viel Mehrweite rausholen.
Tomas: Mhm.
Tomas: Mehrwert und Relevanz sind sehr, sehr gute Punkte, bei denen es bei LinkedIn ankommt, auch in diesem Podcast. Zumindest das ist immer unser Ziel und auch in dieser Episode. Liebe Kerstin, vielen, Dank für deine Zeit. Vielen Dank für das Wissen, das du geteilt hast und ich wünsche dir auch im nächsten Jahr dir und euch ganz, ganz viel Erfolg und einen corporate Influencer.
Kerstin: Danke dir, Thomas, die Einladung und ja, lasst uns dran bleiben beim Thema Corporate Influencing. Vielen Dank.
Tomas: So machen wir das und wenn auch du dran bleiben möchtest, Hörer, liebe Hörerin, dann lass uns auf jeden Fall ein Abo da, damit du keinen der weiteren Episoden mehr verpasst. Gib uns gerne, wenn es dir richtig gut gefallen hat, eine 5-Sterne-Bewertung, das hilft uns sehr. Und teile diese Episode doch einfach mit jemandem, der auch ein Corporate-Inflation-Programm aufbauen möchte, sollte oder sein aktuelles verbessern möchte. PS, wenn er dabei bisschen Hilfe braucht, dann kann er gerne mal bei Schaffensgeist anrufen. Das machen wir hauptberuflich. In diesem Sinne, bis zur nächsten Episode, alles Gute, ciao ciao!
Tomas: So.
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