#215 Jede gute Idee über die Zukunft klingt erst mal lächerlich. Andreas Steinle über Zukunftsmut
Shownotes
Wir reden ständig über die Zukunft, als wäre sie ein Problem, das man wegplanen kann. Andreas Steinle dreht das um: Zukunftsmut heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern aus der Angst eine Handlungsdynamik zu machen. In dieser Folge zerlegen wir, aus welchen vier Bausteinen dieser Mut besteht, wie man ihn trainiert und warum Neugier nachweislich aufs Geschäft einzahlt.
Die wichtigsten Takeaways
- Jede sinnvolle Aussage über die Zukunft sollte zunächst lächerlich klingen. Wenn ein Trend dich irritiert, ist das kein Grund zur Ablehnung, sondern ein Anknüpfungspunkt. Genau dort lohnt es sich, gegen den eigenen Confirmation Bias zu arbeiten und zu fragen: Was spricht vielleicht doch dafür?
- Zukunftsmut besteht aus vier Dimensionen, die du messen und trainieren kannst: Zuversicht (ich schaffe das, und ich denke in Alternativen), Zutrauen (das Gefühl der Selbstwirksamkeit, gespeist aus Lernen), Robustheit (mit Rückschlägen umgehen können) und Optimismus (ein Erklärungsstil, der einen Rückschlag nicht zur Generalabrechnung macht).
- Kleine Krisen machen stärker. Wer sie vermeidet, riskiert irgendwann die große. Start-ups leben das mit "fail early, fail fast" vor, oft aus Notwendigkeit. Ein Experiment, das scheitert, ist trotzdem ein gelungenes Experiment, weil du daraus gelernt hast.
- Der beste Weg von "ich weiß, wo ich hin müsste" zu "lass es uns tun" ist eine Kultur der Experimente. Wer ankündigt "ab morgen ist alles anders", erzeugt Widerstand. Wer sagt "wir testen das mal zwei Wochen", nimmt den Druck raus, und die meisten gewöhnen sich schneller an das Neue, als sie selbst gedacht hätten.
- Neugier ist kein nettes Extra, sondern zahlt messbar aufs Geschäft ein. Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Neugier in einer Organisation und ökonomischer Substanz. Und eine der wirksamsten Methoden, sie im Team freizusetzen, ist Questionstorming: erst möglichst viele Fragen sammeln, statt direkt nach Lösungen zu suchen.
Erwähnt in der Folge
Andreas Steinle, Gründer und Geschäftsführer des Zukunftsinstitut Workshops auf LinkedIn
sein Buch "30 Minuten Zukunftsmut"
Das Konzept des psychologischen Kapitals nach Fred Luthans
Carol Dweck, "Mindset", zum Thema Growth Mindset und "noch nicht"
Unsere Folge zum Growth Mindset
Unsere Folge mit Karim Mustaghni über Kreativität, Neugier und Connecting the Dots
Der Zukunftsmut-Fragebogen von Andreas (Link folgt)
Transkript anzeigen
00:00:09: Gute und herzlich willkommen zu LinkedIn-Lounge.
00:00:12: Dein Podcast für mehr Spaß, mehr Erfolg auf LinkedIn und Souveräne Kommunikation!
00:00:17: Wir haben unsere letzte Episode mit Marina über ihren TED Talk abgeschlossen, mit dem Aufruf den Mutmuskel mehr zu trainieren.
00:00:27: Neue Dinge machen, mehr Spaß dabei haben und eben auch den Mut Muskel trainieren, auch wenn das heißt auf eine Bühne zu gehen.
00:00:32: Und doch heute soll es um das Thema Mut gehen – allerdings Zukunftsmut!
00:00:37: Wir schauen einmal in die Zukunft und überlegen uns, wie erfahren wir eigentlich welche Trends unser Leben jetzt und bald beeinflussen werden.
00:00:44: Und wie wir damit am besten umgehen können?
00:00:47: Und warum wir auch gerne pragmatisch und optimistisch in der Zukunft schauen können!
00:00:52: Das mache ich nicht alleine, dazu habe ich mir einen ganz besonderen Gast eingeladen auf den ich mich sehr freue.
00:00:57: Der heutige Gast hat in Hamburg Trends kathiert Hat in New York Zukunft studiert und in Frankfurt ein eigenes Institut gekundet.
00:01:05: Er sitzt im International Curiosity Council eines größten Wissenschafts- und Technologiekonzern, hier in Hessen.
00:01:12: Er hat mehrere Bücher über Zukunftsmut und Neuge geschrieben, Studien begleitet und war Athletic Speaker auf Bühnen bei denen die meisten nur Zuschauer sind.
00:01:21: Unternehmen kommen zu ihm wenn sie wissen dass Sie sich verändern müssen und trotzdem nicht vom Fleck kommen.
00:01:26: Er nennt sich selbst einen professionellen Provokateur um glaube das alles mit einer guten Frage beginnt.
00:01:31: Mein heutiger Gast ist Gründer und Geschäftsführer der Zukunftinstitutes Workshop, Trendforscher, Innovationsberater.
00:01:37: Und einer der Menschen die ich auch schon lange Zeit hier einladen wollte und mich sehr darauf freue.
00:01:42: Herzlich willkommen Andreas Steinle!
00:01:44: Moin Thomas, freu mich dass ich heute hier sein kann.
00:01:48: Ja vielen Dank das du da bist und dir die Zeit nimmst.
00:01:51: Lass uns gleich damit starten mit dem was ich gerade nicht über meine Lippen bekommen habe.
00:01:57: Du bist laut deinem LinkedIn Profil ein Professional Provokateur.
00:02:03: Was ist das?
00:02:06: Ja, das ist ein Mensch der versucht andere Mental aus ihrer Komfortzone zu bringen und ich beschäftige mich ja nun mal bei Zukunftsinstitut Workshop professionell mit Trendentwicklungen, mit Zukunftsforschung.
00:02:21: Und die Zukunft als solche ist natürlich schon immer eine Provokation weil sie unser bestehendes Weltbild infrage stellt Und es verweist auf ein ganz, ganz wesentliches Zukunftsgesetz.
00:02:33: Das einst ein Professor für Zukunftsforschung aus Hawaii Jim Dator erhoben hat.
00:02:40: und dieses Zukunfts-Gesetz lautet jede sinnvolle Aussage über die Zukunft sollte zunächst lächerlich klingen.
00:02:48: Also wenn wir etwas um die Zukunft hören und das irritiert uns nicht und es stellt uns nicht ein Stück weit in unserem Denken infrage dann ist es wahrscheinlich nur eine langweilige Fortschreibung der Gegenwart, aber keine sehr gute Beschreibung eines Zustandes in der Zukunft.
00:03:04: Und von daher sollten wir darauf achten!
00:03:05: Also wenn wir irritiert sind – beispielsweise so eine Aussage, KI-Dating wird absolut normal werden in der Zukunft.
00:03:13: und wir denken uns was erzählt ihr Spinner dort?
00:03:16: Was für ein
00:03:17: Quatsch?!
00:03:18: Dann ist das wahrscheinlich ein guter Anknüpfungspunkt dem doch nachzugehen und sich zu fragen Was könnte vielleicht doch dafür sprechen?
00:03:26: Was sind Entwicklungen, die womöglich genau darauf hinweisen?
00:03:31: und üblicherweise wir versuchen immer nach Bestätigung unserer Glaubenssätze.
00:03:37: Unser Gehirn funktioniert so.
00:03:38: Das ist dieser berühmte Confirmation-Bias.
00:03:41: also wir suchen immer nur nach Aussagen, die unser bestehendes Denken bestätigen intelligent über Zukunft nachdenken wollen, müssen wir diesen Confirmation Bias ausschalten und wirklich gezielt danach suchen was vielleicht unsere Annahmen wirklich widerlegen könnte.
00:03:59: Ich vermute mal daher kommt dann auch der Bedarf noch Mut denn wenn du einen Trend mir präsentierst den ich irritiert dann bin ich vermutlich eher ablehnend.
00:04:11: dem entgegen.
00:04:13: Ist es das, warum du viel über Zukunftsmut aussprichst?
00:04:15: Dass diese Grundhaltung gegenüber diesen unbequem Wahrheiten zu ändern.
00:04:20: Absolut und es geht bei Zukunftsmut nicht darum dass wir vor Entwicklungen keine Angst haben.
00:04:26: Angst sichert durchaus auch das Überleben sondern es geht darum, dass wir mit Neugier und Mut dieser Angst besser managen und aus der Angst eben eine positive Handlungsdynamik machen dass wir ins Handeln kommen im Sinne von, ich mache das Beste draus aus diesen Veränderungen und nicht... Ich finde das alles nur schrecklich was sich dort verändern könnte.
00:04:54: Und deswegen greife ich auf Muster der Vergangenheit zurück.
00:04:58: Was wir momentan ja im Politischen sehen also das ganz oft wieder so zurück zurück in die Vergangenheit gewählt wird, sehen wir gerade ja auch so ein bisschen eine Energiepolitik.
00:05:10: Lass uns doch jetzt wieder die Faktilen Öl und Gashehner aufdrehen!
00:05:14: Wir brauchen mehr davon.
00:05:15: anstatt sich zu fragen trotz ich nicht hier vielleicht einen Systemwechsel an und sollten wir nicht schleunigst versuchen Teil dieses Systemwechsels zu sein?
00:05:25: Bei vielen anderen Dingen bei vielen anderen Strategien ist es halt ganz ähnlich.
00:05:32: Das Problem... Ich möchte jetzt mal aus eigener Erfahrung Wenn ich mit so einem Trend konfrontiert werde, dann habe ich ganz oft das Gefühl einer Ohnmacht auch.
00:05:42: Weil ich denke, ich selber kann ja nichts beeinflussen oder wenn ich was mache, dann gehe ich vermutlich in die falsche Richtung weil es sowohl latil als frei ist.
00:05:51: Wie komme ich denn jetzt von dieser Diskrepanz ins Handeln gerade auch als Unternehmen?
00:05:59: Genau da hilft uns eben dieses Konzept des Zukunftsmuts.
00:06:05: Buch «Treißig Minuten zu Kunst und Mut» beschrieben habe.
00:06:08: Es ist ein Konzept, das auf den Management-Wissenschaftler Fred Luthens zurückgeht und in vielen Tausenden Artikeln und auch Studien auch sehr gut untersucht wurde – dass er eben sagt, neben den vielen Ressourcen die wir zur Verfügung haben wie beispielsweise Geld oder Macht oder Einfluss ist eine ganz zentrale Ressource um Zukunft positiv zu beeinflussen, unser psychologisches Kapital.
00:06:40: Wir haben eben nicht nur Ressourcen die sich in Baramünze ausdrücken sondern wir haben eben auch ressourcen, die in Willenstärke liegen, die Neugier liegen.
00:06:50: und sozusagen das Substrat all dessen was mir bei Veränderung hilft ist Psychologisches kapital dass wir übersetzt haben im zukunftsmut weil dieser Begriff besser in die Zeit passt und natürlich auch durch die Veränderungen, die uns gerade hier konfrontieren.
00:07:10: Natürlich auch viel wichtiger und nötiger ist!
00:07:13: Und man kann Zukunftsmut in vier Dimensionen aufteilen und all diese vier Dimitionen können wir messen und wir können sie eben auch trainieren.
00:07:24: Eine ganz wichtige Dimension und auch die erste das es die Zuversicht.
00:07:29: Die Zufersicht nähert sich aus zwei Baustein wiederum.
00:07:35: Das ist zum einen der Willpower, also wirklich die Zuversicht, die Willenstärke... Ich schaff das und ich weiß da sind Hindernisse, die vor mir liegen.
00:07:46: aber dann kommt dieser zweite Bauschrei in der Zuversich, dass sozusagen der Way Power, das denkt mir in Alternativen Also womöglich wird mein erster Weg nicht zum Ziel führen.
00:07:57: Aber der Zweite und wenn nicht der Zweiter, der Dritter Baue sozusagen, nehme die Hindernisse, die auf dem Weg liegen mental schon ein Stück weit.
00:08:10: Nehme ich die wahr und finde dafür dann eben auch schon alternative
00:08:14: Lösungsstrategien.".
00:08:17: Und das ist etwas was ich durchaus auch trainieren kann?
00:08:22: In dem Sinne dass ich mir bewusst werde wo ich so einen Verhalten in der Vergangenheit auch schon an den Tag gelegt habe.
00:08:27: Das kann man natürlich als Individuum machen oder als Team machen oder es eine ganze Gesellschaft.
00:08:32: Momentan fehlt uns ja auch hier in Deutschland diese Zuversicht ungemein.
00:08:37: Wir denken jetzt geht alles im Bach runter, also heute habe ich gelesen, Deutschland ist wie Timmy dieser gestrandete Wahl.
00:08:46: Nicht nur am Weg.
00:08:48: Krank!
00:08:50: Der Ausweg fehlt kurz vorm Sterben.
00:08:53: Das ist der Onkel.
00:08:55: wie traurig?
00:08:55: Genau wie traurek.
00:08:57: aber das beschreibt ganz gut so diesen mentalen Gemütszustand in Deutschland.
00:09:02: Wir sind wie so ein gestrandeter Wall.
00:09:04: Aber wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie oft waren wir in Deutschland schon der kranke Mann Europas?
00:09:13: Also welche Krisen hat dieses Land bewältigt?
00:09:17: Wie oft ging es schon bergab bevor's dann auch wieder bergauf geht?
00:09:21: und wenn man es dann gewahr werden welche Ressourcen ja auch dieses land hat.
00:09:25: diese vielen unglaublichen Mittelständler Diese gut gebildeten Menschen, die es hier hat.
00:09:34: Die jungen Start-ups, denen in der letzten Zeiten standen sind... ...die in Zukunft zum Märkte und Technologien hineingehen.
00:09:41: ESA Aerospace!
00:09:43: Die europäische Antwort auf SpaceX auf Deutschland Das ist großartig.
00:09:48: Aber ja oftmals nehmen wir das nicht wahr weil uns so sehr diese Zuversicht fehlt.
00:09:55: Ja, sehr guter Punkt.
00:09:57: Auch das hat mir in der letzten Episode auch kurz angerissen dass ich für mich selber zurückschauen kann.
00:10:02: was habe ich denn in der Vergangenheit schon geleistet?
00:10:03: Wo hab' ich denn mal Händen überwunden, Hürden überwundene
00:10:07: trotz
00:10:08: Rückschlägen mein Ziel erreicht und sich das zu viel gegenwärtigen?
00:10:13: absolut wichtig und das trainiert tatsächlich genau dieses Muskel.
00:10:18: Andreas Zuversicht war Nummer eins.
00:10:20: Was sind die anderen drei?
00:10:20: jetzt bin ich neugierig.
00:10:22: Das ist schön dass du neugiere.
00:10:23: ich bist sehr gut.
00:10:25: Logier hilft eben auch bei Veränderungen und bei Zukunftsverwältigung.
00:10:29: Die zweite Dimension des Zukunftsmutzes ist das Zutrauen, also anders als die Zuversicht, die vor allen Dingen ein klares Zielbild braucht und dann auch den Willen dieses Ziel zu erreichen.
00:10:44: aber in flexiblen Wegen ist das zutrauen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.
00:10:55: Ich weiß, welche Kompetenzen ich auch habe und mitbringe um gut durch Veränderungen, gut durch Schwierigkeiten zu kommen.
00:11:05: Und da spielen natürlich solche Aspekte wie Lernen eine Rolle hinein.
00:11:09: Wenn ich etwas erlerne dann erfahre ich mich als selbstwirksam weil ich mein Handlungsradius ja erweitert habe.
00:11:19: Auch das kann ich natürlich ausbauen durch eine Kultur der Neugier, durch eine Kultur des Lernens durch eine Kultur, ja auch das sogenannten Growth Mindset.
00:11:30: Also wo wir auf Dinge schauen und uns sagen ich kann das nicht?
00:11:36: Das wäre sozusagen die eine Antwortmöglichkeit oder im Sinne eines Growth Mindsets.
00:11:41: Ich kann das noch nicht aber ich kann alles lernen!
00:11:45: Ich bin jetzt vielleicht noch nicht dazu in der Lage habe jetzt noch nicht die Fähigkeiten Aber diese Fähkeiten die kann ich ja erlernen.
00:11:52: Und wenn ich mir nicht immer Einrede, was ich alles nicht kann sondern eher den Fokus drauf lenke.
00:11:57: Was sich alles lernen könnte Dann habe ich natürlich eine ganz andere Form von Zutrauten.
00:12:02: das beginnt natürlich auch schon der Schule.
00:12:08: Es gibt auch diesen wirklich sehr wundervollen Vorschlag der Autoren die dieses Konzept entwickelt hat dass sie sagt wir sollten eben auch an der Schule anders benoten im amerikanischen da gibt es diese Note f für failed Und sie sagt, dass es eigentlich die schlimmste Botschaft, die man jungen Menschen mitgeben kann.
00:12:29: Bei uns ist das halt die sechs ungenügend!
00:12:31: Du kannst es nicht!
00:12:32: Das ist die Botschaft.
00:12:34: und sie sagt wir sollten daraus Not yet machen noch nicht.
00:12:38: also du hast noch nicht die Fertigkeiten diese Aufgabe zu meistern aber noch nicht.
00:12:45: dann lerne sie halt Dann mach dich jetzt auf den Weg das zu lernen.
00:12:49: und so geht es sonst eben auch als Als Menschen, als Organisation und auch als Gesellschaft.
00:12:56: Klar sind die Amerikaner und die Schneesen weiter jetzt in der Entwicklung von Large Language Medals und der Kehien-Entwicklung aber dann sollten wir uns vielleicht auf den Weg machen.
00:13:06: So wie die Schneisen eben auch vor ja es war vor zehn Jahren ihre fünf Jahrespläne gemacht haben mit irgendwelchen Zukunftstechnologien sie eben führend sein wollen.
00:13:15: man hat sich eines Tages hingesetzt und gesagt Das sind wir noch nicht.
00:13:19: Da wollen wir hin, klares Ziel mit uns in der Zuversicht aber sich dann eben auch auf den Weg machen und diese Fertigkeiten sich aneignen.
00:13:26: Lernen!
00:13:26: Nicht vorher schon so zu erstachen wie das Reh im Scheinwerf würde ich nur sagen oh mein Gott ein großer Berg ist vor uns da kommen wir nie rauf stattdessen lieber mit dem ersten Schritt beginnen.
00:13:36: Ganz genau ganz genau
00:13:38: sehr cool.
00:13:39: Wie übrigens liebe Hörer wenn das mehr interessiert hat das Buch das du gerade genannt hast war vermutlich von Carol Dreck am Mindset Und die Folge zum Growth Mindset auch, die ist nochmal in den Show notes hier verlinkt.
00:13:51: Hör da gerne rein!
00:13:51: Das ist mit meinem Lieblingsthema.
00:13:54: Sehr gut, gute Info, vielen Dank.
00:13:58: Danke dir!
00:13:59: Zuversicht zu trauen.
00:14:01: Dimension Nummer drei ist?
00:14:03: Die Dimension Number drei das ist die Robustheit und man könnte es auch mit Resilienz übersetzen also die Fähigkeit die wir in uns tragen mit Rückschlägen umzugehen besser zu gehen.
00:14:20: Und
00:14:22: da helfen natürlich Krisen, weil dann lernen wir es.
00:14:26: Idealerweise nicht so eine katastrophale Krise die mit vielleicht dem Ende auch ausgeht sondern eher so wie bei den Aborigines in Neuseeland die kleine Buschfeuer legen um das Feuermanagement im Wald zu machen.
00:14:47: Also kleine Krisen stärken uns in unserer Anpassungsfähigkeit, in unserer Veränderungsfähigkeit und natürlich stärken auch daran dass wir gut mit Problem umgehen können.
00:14:59: Und von der erstes ganz gut krisen auch durchaus nochmal wieder auftauchen zu lassen sie nicht komplett versuchen abzuwehren weil sonst kommt irgendwann die große totale Krise die uns dann hinraffen kann und eben auch Unternehmen und Organisation.
00:15:18: Aber das ist genau die Gefahr, also dass wir zu spät sozusagen uns in Veränderung bringen weil wir Angst vor dem Scheitern haben.
00:15:26: Es geht zusammen mit einer positiven Scheiterkultur wie es eben auch Start-ups an den Tag legen, Fail Early, Fail Fast weiß ich auch gar nicht anders können, weil sie ihre Ressourcen besser einsetzen müssen.
00:15:38: und da gibt's ja berühmte Beispiele.
00:15:40: Ich glaube Volkswahlen ist dann eher so ein Beispiel für ja zu lange die kleinen Krisen herausgezögern zu haben, um jetzt die Superkrise zu haben.
00:15:50: Wo man merkt ja das Geschäftsmodell geht halt in die Knie weil China als Absatzmarkt so nicht mehr hinhaut und man sich zu lange auf die deutsche Ingenioskunst beruht hat Elektromobilität doch nicht der Bedeutung Wagen beigemessen hat sie sie hat und da wäre es sicherlich besser gewesen früher zu eskalieren im Sinne von kleineren Krisen und daran zu lernen.
00:16:15: Und wenn wir nicht wissen, wie es Zukunft aussieht dann können wir im Sinne der Robustheit sind wir eigentlich gezwungen viel mehr Experimente eben auch zu tun und zu gucken was funktioniert und das funktioniert nicht.
00:16:27: Was bringt uns weiter?
00:16:28: Und was bringt uns nicht weiter?
00:16:30: also auch wegzugehen von diesen genialen Strategien an denen ich dann jahrelang arbeite und die toll klingen aber vielleicht doch an der Realität scheitern.
00:16:40: Also das meinst du damit?
00:16:41: kleinen Krisen suchen im Sinne von experimentieren.
00:16:45: In neue Felder reingehen, wo ich mir nicht der Erfolg noch nicht sicher ist um zu sehen können wir dort wachsen?
00:16:51: können wir dorthin bestehen?
00:16:53: Ist das ein dead end oder gehen wir woanders hin?
00:16:55: dass du einfach fortwährend explorativ arbeitest
00:16:58: ganz genau und es ist ja das Schöne an Experimenten.
00:17:00: sie heißen deswegen Experimente weil sie nicht gelingen müssen also auch ein experimenter schief.
00:17:06: geht es ein gelungenes experiment weil ich darüber etwas gelernt habe.
00:17:10: Alles
00:17:11: gelernt, ja!
00:17:13: Aber da tun wir uns halt so ein bisschen schwer gerade hier in Deutschland wo wir denken dass es von Anfang an perfekt sein muss und wir natürlich... Was meinst
00:17:21: du woran das liegt?
00:17:24: Das hat sicherlich viel auch mit unserer deutschen Ingenieurs Kunst zu tun die ja wirklich eine tolle Ressource ist, die fantastisch ist, dass sie sich hier entwickelt hat aber in einer Zeit die sich extrem schnell verändert dann eben auch nachteilhaft sein kann und ich ja auch nicht dafür plädieren, sie komplett ab da zu legen.
00:17:47: Aber mit dieser Ingenieurskonst schneller ins Exponentieren und in Scheitern und ins Feedbacken und ins Neutesten und Neumachen Prototypen und in schnellere Iterierungen zu gehen.
00:18:01: Sehr schön!
00:18:02: Ja, schrie es noch zur Seele.
00:18:04: Okay, Reburszeit Resilienz war Nummer drei.
00:18:07: die vierte Dimension.
00:18:09: Die vierte Dimension ist der Optimismus.
00:18:12: Der Optimismus?
00:18:13: Ich isst Optimismus was anderes als Zuversicht.
00:18:16: Ja, absolut!
00:18:19: Zuversichts hat etwas mit Zielbild zu tun das ich habe dass sich eben auch eine Zuversich haben ein positives Ziel zu erreichen da kommt es eben auch ganz stark auf Zieleentwicklung an und dann eben auf dieses Denken in Alternativen.
00:18:36: also ein BGA nicht klappt Weg B und wenn er auch nicht glaubt, dann werde ich aber noch einen Weg C finden.
00:18:43: Und Optimismus ist eine Art Erklärungsstil wie auf die Weltblicker.
00:18:52: Pessimistische Menschen, die neigen dazu zu generalisieren im Sinne von das es schief gelaufen alles weitere wird auch schief laufen.
00:19:01: Das habe ich nicht geschafft.
00:19:02: deswegen werde ich auch alles andere nicht schaffen.
00:19:06: wir sind zum Scheitern verurteilt.
00:19:09: Ein optimistischer Erklärungsstil, das eben eine Perspektive auf die Welt, die da sagt okay.
00:19:15: Diesmal ist es nicht gelungen aber das lag jetzt nicht generell an mir weil ich ein unfilger Typ bin.
00:19:24: Es lag in großem Maße auch an dieser einzelnen Situation.
00:19:28: Da kam einfach viele Dinge negativ zusammen Die das zum Scheitern verursacht haben.
00:19:34: Aber beim nächsten Mal kann es und wird es besser gehen Und das ist auch ein größerer Realismus.
00:19:46: Weil tatsächlich ist es ja so, dass die Situation eine ganze Menge darüber aussagt ob etwas gelingt oder nicht.
00:19:54: Ich kann dann dem Tag vielleicht erkältet gewesen sein ich war übermütet ich habe schlecht geschlafen was auch immer aber davon jetzt eine Ableitung zu machen weil dies nicht funktioniert hat wird alles andere auch nicht funktionieren.
00:20:06: Das entbehrt auch jeglicher Logik.
00:20:10: Aber Ja, mit einem pessimistischen Erklärungsstil neigen wir eben zu einer negativen Generalisierung.
00:20:16: Und die verhindert dann eben auch den erfolgenden Zukunft.
00:20:21: und ihr seht das Gründer Menschen, die wirklich viel verändern diesen realistischen Optimismus mitbringen einen optimisten Erklärung Stil auf die Welt haben und sich dadurch eben auch von Rückschlägen nicht so leicht beeinflussen lassen weil sie sagen okay schief gelaufen Waren dumme Umstände, nächstes Mal wird es besser.
00:20:43: Lass uns beim nächsten mal anders probieren.
00:20:46: Ach das sind alles Botschaften die sehr stark mit mir resonieren und ich würde dir ein riesengroßes Megafon geben damit du das in der Welt weiter, vor allem in der Republik hier weiter lauter machen kannst.
00:20:57: Jetzt haben wir immer diesen Podcast als kleines Megafone.
00:21:02: Das ist dir die richtigen Menschen gerne auch in der Politik erreicht.
00:21:04: denn das wie du sagst sind ganz viele Aspekte die wir hier in Deutschland an denen wir eigentlich arbeiten sollten um zukunftssicher zu sein.
00:21:12: Andreas, jetzt haben wir das gesagt!
00:21:14: Wir haben vier Dimensionen.
00:21:15: Zuversicht, Zutrauen, Robustheit für dich übrigens cool als Resilienz bei so einem A und Optimismus oder optimistischer Realismus wie du es genannt hast.
00:21:24: Woran kann ich denn jetzt feststellen?
00:21:26: ob ich als Bereichsleiter oder als Unternehmer auf mein Team diese Dimension erfüllt?
00:21:33: Ob sie diese Eigenschaften haben?
00:21:35: Also zum einen gibt's ein wissenschaftlich validierten Fragebogen über den ich genau dieses psychologische Kapital, die in Zukunfts Mut erfragen, erfassen und messen kann.
00:21:46: Also der ist sozusagen vorhanden.
00:21:49: das kann man schnell machen wenn man das möchte, wenn man sich sozusagen dem stellen möchte wie es auf die Zukunft
00:21:58: ist.
00:22:03: Meistens die, die es nötig haben machen's nicht und die das nicht gern für nötigt sind da ein bisschen offen dafür.
00:22:09: Aber ja also ich kanns messen!
00:22:11: Und das ist natürlich auch ein guter Weg um sozusagen besser zu werden.
00:22:17: Also wenn ich nicht weiß wo ich stehe dann kann ich auch nicht besser werden.
00:22:22: Den Link zum Test packen wir dir schon aus?
00:22:25: Ja das kann ich gerne entsprechend beigeben.
00:22:29: Das wäre super.
00:22:30: Und auch jetzt schon lieber Hörer, wenn du denkst, ich gänne da jemanden der muss diesen Test machen, der muss diese Themen hören dann schick unbedingt diese Episode gerne weiter an die Person und lass uns hier diese Kunde etwas mehr noch in die Welt tragen.
00:22:43: Andreas können wir... gibt es eine Art und Weise wie ich schnell in die Umsetzung komme?
00:22:48: Mag ich habe diesen Test gemacht, ich hab rausgefunden okay Ich habe ein bisschen so.
00:22:52: das Fundament steht Jetzt lassen wir mal's Haus bauen.
00:22:54: Wie kann ich denn anfangen?
00:22:56: Wie kann mich denn bei meinem Team schnell vorzeigbare Ergebnisse zum Thema Zukunftsmut bekommen.
00:23:06: Das ist natürlich eine wichtige Aufgabe.
00:23:09: dann auch von den Führungskräften oder einer Führungskraft, weil an deiner Führungen orientieren sich nun mal Mitarbeitende im starken Basse und ich kann als Führunkraft genau diese vier Dimensionen vorleben und unterstützen und stärken was eben damit beginnt ein positives Zielbild überhaupt zu formulieren, konkret zu machen und zu vermitteln.
00:23:37: Ich kann das machen wir dann auch häufig bei Führungskräfte Trainings und in Team Trainings dass wir genau dieses Zutrauen dadurch stärken, dass wir innerhalb dieses Teams die Menschen sich vergegenwärtigen lassen wo sie in der Vergangenheit Herausforderungen und Probleme gut bewältigt haben.
00:23:57: Wir nennen diese Methode Momentum Memory Also jeder wird aufgefordert einen besonderen Moment einmal zu benennen, wo er das Gefühl hatte dass man als Team über sich hinausgewachsen ist.
00:24:10: Dass man auf eine besondere Art und Weise ein Problem gelöst hat oder seine ganz wundervolle Übungen weil zum Einen Menschen ganz unterschiedliches im Kopf haben und sich dadurch auch ihrer verschiedenen Ressourcen bewusst werden.
00:24:27: Vieles ist ein Vergessenheit geraten und dieses Erinnern daran, wo man schon mal wirklich stark gewesen ist als Team schweißt gut zusammen.
00:24:36: Und macht tatsächlich auch Zukunftsmut.
00:24:41: Dann haben wir natürlich viele verschiedene Methoden, Neugiermethoden die wir entwickelt haben, die man innerhalb von Teams lernen kann um eben auch diese Neugiere zu steigern Beispielsweise dann auch das Denken in Alternativen zu unterstützen.
00:25:03: Und generell sein Denkradius und damit auch seinen Möglichkeitenradius vergrößert.
00:25:12: Das erinnert mich ganz stark an eine Übung, die wir ja auch manchmal machen... Ich schlage jetzt mal kurz im Bogen wenn du erlaubst bei Corporate Influencer Programmen Die Basis von jeder guten Kommunikation ist erstmal eine Positionierung um zu wissen wo bin ich gerade?
00:25:27: Und dazu gehört auch die Identifikation der eigenen Stärken.
00:25:30: Was unterscheidet mich von meinen PS, das macht mich besonders.
00:25:33: und um die herauszufinden gibt es eine Übung, die ich selber gemacht habe, die Ich absolut immer noch feiern und die klingt ähnlich zu dem was du gerade beschrieben hast.
00:25:40: Es war auf mich bezogen nicht mein Team aber auf mich.
00:25:42: Ich hab einen Zeitstrahl Beliebe ich zehn Jahre, zwanzig Jahre wie viel auch mal.
00:25:47: und da trage ich meine Projekte ein die ich hatte Und ich sage sie folgendermaßen ein.
00:25:53: Wenn es eine positives Projekt für mich war, im Sinne von ich habe entweder einen Erfolg gehabt oder ich hab mich wie ist das für ihn so schon genannt selbstwirksam gefühlt dann geht der Pfeil ganz weit nach oben und im Gegenteil wenn es ein Scheißprojekt war weil irgendwas nicht funktioniert geht er pfeilt ganz weit noch unten und durch die Länge des Pfeiles kann man also ein bisschen visuell darstellen wie intensiv wir erfolgreich wie negativ war das Projekt.
00:26:16: Ja und wenn ich jetzt mal mache über ein Zeitraum von zehn fünfzehn Jahren fange ich am Muster zu sehen.
00:26:22: Welche Projekte für mich erfolgreich waren und welche nicht?
00:26:25: Ja, spannend!
00:26:26: Das geht in die Richtung oder?
00:26:27: Absolut, ja
00:26:29: absolut.
00:26:31: Schöne visuelle Darstellungen auch.
00:26:33: Also wo Höhepunkte gewesen sind vielleicht auch Tiefpunkt und wahrscheinlich werden die meisten die Erfahrungen machen das doch die Höhelpunkte überwiehen.
00:26:42: Und dass außerdem Stichwort Optimismus und Zuversicht, ja?
00:26:46: Hoffentlich.
00:26:46: Ansonsten brauchen wir noch
00:26:47: einen Drack.
00:26:48: weil das, dass wir auf negative News einfach viel aufmerksamer sind.
00:26:52: Und da hatte ich natürlich auch negatives Stärke erinnern als jetzt Positives.
00:26:57: Das ist ein Loser-Version!
00:26:58: Wir haben mehr Angst, Dinge zu verlieren, als sie zu gewinnen?
00:27:01: Ja.
00:27:04: Okay... Ich habe festgestellt, Status PoVy ist ja bei mir.
00:27:07: Ich habe geschaut wie ich bin und da sind wir wieder beim Thema Kommunikation.
00:27:11: bedeutet von Kommunikations- als Führungskraft, dass ich mit gutem Beispiel vorangehe und das dann entsprechend kommuniziere.
00:27:16: ganz wichtig Wie...?
00:27:20: Schließe ich jetzt diese Lücke zwischen... Oh, ich weiß wo ich hinmöste.
00:27:24: Hinzu lass es uns auch tun als Team, als Unternehmen und Bereich.
00:27:32: Da denke ich ist eine Kultur der Experimente das Beste um die Lücke zu schließen.
00:27:40: Ich habe Annahmen über die Zukunft, über was die Dinge positiv verändert.
00:27:45: Aber ich hab wahrscheinlich ganz viel Angst dass wenn ich das von heute auf morgen umsetze Gehörigsschief geht und Wellen schlägt sie dann wieder negativ auf.
00:27:54: Milch als Führungskraft oder als Team zurückschlagen.
00:27:58: Und dafür geeignete kleine Experimente zu finden, das ist natürlich ideal um in einem risikoarmem Rahmen auszuprobieren was eben Sinn macht und was nicht.
00:28:11: Und ein Stück weit auch genau das so zu kommunizieren.
00:28:13: es muss nicht funktionieren!
00:28:16: Das zeigt unsere Erfahrung.
00:28:18: auch wenn wir viel mit Teams Organisationen sprechen wo man nicht sagt, wir machen jetzt den Change-Prozess und ab morgen ist es genau so.
00:28:27: Sondern dann sagt hey!
00:28:28: Wir machen mal ein kleines Experiment.
00:28:31: Wir wollen gucken wie gut das funktioniert oder auch nicht funktioniert.
00:28:36: Ab dem nächsten Montag machen wir mal für die nächsten zwei Wochen einen bestimmten Verfahren in dieser Form oder einer ganz anderen Form.
00:28:47: Dann wird man die Erfahrungen machen dass nach zwei Wochen haben sich viele schon daran gewöhnt an diese neue Struktur.
00:28:55: Es ist neu zu machen und sie mussten sich gar nicht aufregen, weil ihnen vorher gar nicht erzählt wurde dass sie das alte aufgeben müssen.
00:29:05: Kannst du uns dein paar Beispiele nennen von solchen gefahrlosen Experimenten um einfach mal das Fahrwasser zu testen?
00:29:13: Wir sehen es in vielen Organisationen die jetzt mit einer Du-Kultur anfangen also wo's auch Diskussionen rauf und runter gibt.
00:29:21: was passierten dann?
00:29:24: wie muss die Leute ernst oder nicht mehr ernst?
00:29:26: und für das zum zusammen krach Bruch, jeglicher Respektvollen-Kommunikation.
00:29:34: Ja und damit halt wirklich einige Organisationen kennengelernt gesagt haben.
00:29:38: Wir machen das mal für die nächsten zwei Wochen als Test und stellt man fest es verändert sich jetzt nicht die Welt.
00:29:45: Und ja am Ende sind's doch viel glücklicher damit weil es doch auch zu einer... Das ist so eine Kommunikation auf Augenhöhe geführt hat.
00:29:56: Sonst sehen dann mehr die Vorteile als die Nachzeilen.
00:30:00: Okay, das
00:30:02: ist ein Beispiel.
00:30:04: Ja.
00:30:05: Siehst du Andreas Branchen oder vielleicht auch Unternehmenstypen bei denen diese Zukunftsmut stärker vorhanden also die Stärke ins Tun kommen?
00:30:15: Nimm mal Start-ups Ausglamour, die lässt es ein bisschen mit in die Wiege gelegt ist.
00:30:20: Gibt es sonst etwas so Branchen, wie gesagt Regionen und Unternehmenstypen wo du sagst boah da ist super viel Bedarf die setzen sich auch gut um oder da super viel bedarf und dickes Brett.
00:30:29: Da kommen wir nicht wirklich durch.
00:30:32: Ja je größer die Organisationen ihr größter der Konzern das schwieriger wird es natürlich weil Veränderungen immer skaliert und Experimente dadurch natürlich auch sehr viel riskanter sind.
00:30:43: von daher naturgemäß sieht man's dort ein bisschen weniger wobei es auch dort immer wieder großartige Ausnahmen
00:30:49: gibt
00:30:51: Merkbeispielweise, die ja auch diesen Curiosity Council ins Leben gerufen haben.
00:30:56: Arbeiten im Pharma-Bereich in einem stark regulierten Rahmen und trotzdem agiert dieses Unternehmen wie ich das erfahren konnte sehr offen lädt Startups ein beteiligt sich an Startups macht viele Veranstaltungen lässt wirklich viel von dem Wissen von drinnen nach draußen holt wissen von draußen nach drinnen Und man sieht einfach dass es der Organisation sehr, sehr gut tut.
00:31:24: Wir sehen es momentan bei Bayer die auch ein spannendes Experiment machen, die ja auch ein neues Organisationsmodell eingeführt haben das heißt Dynamic Shared Ownership.
00:31:36: Unser Prozent der Entscheidungen sollen im Team getroffen werden.
00:31:39: Also von den Mitarbeitenden und nicht von den Führungskräften?
00:31:42: Genau!
00:31:42: Von den Mitarbeiterinnen, nicht von Führungskräften.
00:31:44: man hat auch viele, viele hundert Führunkräfte entlassen, wenn man gesagt brauchen wir nicht mehr, wollen wir auch nicht mehr.
00:31:54: Sehr radikales Vorgehen wo es auch noch spannend bleibt abzuwarten wie gutes mit der Organisation funktioniert weiß ja die Reaktion auf eine Situation die schwierig ist mit der Monsanto-Übernahme und den Milliarden Klagen die es da nach wie vor gibt's war das sozusagen die Flucht nach vorn.
00:32:14: also man sieht Bei den Großen gibt es welche, die aus einer inneren Überzeugung evolutionär sich positiv verändern.
00:32:21: Da würde ich jetzt eher so Merk dazu zählen, die aber vor allen Dingen ja auch doch stark im Familienbesitz sind, obwohl Dörsen, sodass sie einfach eine viel größere Kontinuität im Handeln ohne auf Quartalszahlen reagieren zu müssen handeln können.
00:32:37: Ansonsten sind das schon stärker auch die mittelständischen Unternehmen, Gründungsfigur oder Führungsfiguren der Spitze haben, die sich auch gewisse Eigenwilligkeiten leisten können.
00:32:53: Oder einen experimentieren Modus leisten können weil sie sagen ich stehe dafür ein als Person und ich hafte auch dafür und ja ich bin mir meiner Verantwortung dort bewusst und dann hat man natürlich auch mehr mehr glauben dass das dem so ist eine stärkere Identifikation mit den Menschen innerhalb dieses Unternehmens, innerhalb der Region gibt.
00:33:19: Du hast gerade schon das Curiosity Council von Merck erwähnt?
00:33:23: Was ist das und welche Unternehmen brauchen das?
00:33:27: Ja also das Curiosity council von Mercks ist ein wissenschaftlicher Beirat wo verschiedene Menschen aus Praxis und Wissenschafts in unregelmäßige regelmäßigen Zeitpunkten zusammenkommen um neue Studien zu machen, neue Methoden zu entwickeln.
00:33:46: Neuge Methoden innerhalb der Organisation und außerhalb der Organisation zu trainieren.
00:33:51: Man muss dazu sagen jetzt ist es gerade so ein bisschen ruhig.
00:33:55: also der Council hat momentan nicht viel Aktivität aber in seinen Anfangsmomenten war es ein tolles sehr umfangreiches Programm das man losgetreten hat dass nach wie vor vom Mindset das Denken und Handeln in der Organisation prägt, nämlich Neugierig zu sein.
00:34:15: Neugiere auch als ein Kernwert des Unternehmens zu verstehen weil man sich als Wissenschaftskonzern definiert und die Wissenschaft hat nun mal neugier als absolute Basis um zu neuen Erkenntnissen zu kommen.
00:34:32: Wenn man Wissenschaft mal ausklammert kann ich... woher weiß ich dass diese Neugie wirklich auch dem Geschäft zuträglich ist?
00:34:41: Gibt es Use-Cases?
00:34:43: Ja, also es gibt spannende Untersuchungen von einem deutschen Wissenschaftler.
00:34:47: Mussel heißt der, der bei mittelständischen Unternehmung auch Forschung gemacht hat inwieweit die persönlichen Neugier von Mitarbeitenden diesen zuträglich ist im Sinne der Karriere und er hat sehr stark diese Kollation machen können.
00:35:06: Je neugieriger der Mensch das so mehr Karrieren macht er Und er konnte es auch verknüpfen tatsächlich mit ökonomischen Kennzahlen wie Umsatzentwicklung, Profitabilität.
00:35:19: Ah, spannend!
00:35:19: Also sowohl das Einzelindividuum als auch das System profitiert von Neugier?
00:35:26: Genau und es gibt einen Harvards auch verschiedenste Studien die einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen der Neugiere innerhalb einer Organisation ökonomischen Substanz, positiven Substanz eines Unternehmens nachweisen kann.
00:35:46: Also das ist auf jeden Fall gesichert, dass es kein nice to have ist sondern es ist etwas von dem das Unternehmen im ökonymischem Sinne sehr profitiert.
00:35:56: Welche Rolle spielt in diesem Kontext Kollaboration?
00:35:59: Weil neugierig sein als Individuum ist eine Sache.
00:36:02: wenn ich aber nur mehr Wissen für mich aneignen und vielleicht noch was für mich experimentiere gut und schön.
00:36:07: aber ich muss das ja ins System bringen.
00:36:09: Ich muss ja teilen mit meinen Kollegen und Kolleginnen.
00:36:12: Hast du absolut den Nagel getroffen?
00:36:18: Und innerhalb der Neugier, die wir eben auch noch mal spezifisch messen können gibt es eine Neugiedimension, die da heißt Offenheit für die Ideen anderer Menschen.
00:36:29: Spannend!
00:36:30: Also wenn ich nicht offen bin für andere Menschen Ideen dann habe ich ein absolutes Neugeerdefizit.
00:36:37: Dann erfahre ich natürlich einfach auch weniger.
00:36:40: Und ja, ich teile natürlich meine eigenen Ideen nicht oder teile meine eigenen Ansichten nicht um eine andere Kerstinie betroffen zu bekommen.
00:36:51: Von daher ist das zentral miteinander verknüpft und es ist auch nicht so dass man in einer Neugierdimension maximale Ausprägung hat und der anderen die totale minimale Aussprägungen.
00:37:04: also Neugieriger Mensch ist per se ein Mensch, der auch offen zu anderen Menschen ist.
00:37:10: Und das ist auch das Schöne was wir gesehen haben in unseren Forschungen und in unseren neugier Methodentrainings dass sich im starken Maße die Teamkultur, die Kommunikationskultur extrem verbessert hat.
00:37:24: Inwiefern?
00:37:26: Insofern, dass beispielsweise mehr Fragen gestellt werden Weil Fragen stellen auch eine spezifische Neugiertaktik ist.
00:37:36: Es drückt sich aus in ganz spezifischen Methodiken, wie das Question-Storming.
00:37:42: Üblicherweise wenn ein Team eine Idee braucht macht man Brainstorming.
00:37:46: Das Dumme ist nur dass diese Technik aus den neunzehnten und dreißiger Jahren es noch nie gut funktioniert hat.
00:37:51: Ich bin auch ein
00:37:52: großer Finder gegen Brainstorming.
00:37:54: Viele, viele Faktoren des Ergebnisses verschlechtern und sehr viel effektiver ist es einen Question Storming durchzuführen.
00:38:02: da macht man ein Brainstorming zu einer Herausforderung, in dem man so viele Fragen wie möglich aufschreibt.
00:38:12: Und das innerhalb eines Teams – dreißig vierzehnfünfzig Fragen!
00:38:17: Das ist zum einen ein sehr viel demokratischer Prozess.
00:38:20: also wenn es darum geht eine Lösung zu entwickeln dann sind oftmals die Experten die sich nur trauen etwas zu sagen und alle anderen sagen sich ich verstehe davon nicht so viel.
00:38:28: ich halte mich jetzt zurück Aber oftmals sind es ja die Leute, die nicht Experten sind, die viel bessere Ideen haben weil sie von einer anderen Perspektive draufschauen.
00:38:37: Und ich kann das dadurch mehr Menschen mitnehmen in so einen Austauschprozess wobei am Anfang diese Fragen erst einmal nur gesammelt werden und auch nicht diskutiert werden.
00:38:48: Sie werden erstmal so hingeschrieben stehen gelassen wie sie sind.
00:38:51: Ich kann dann durch die Art und Weise wie ich Fragen stelle nochmal die Qualität der Fragen drehen nämlich beispielsweise spekulative Fragen stellen als wäre wenn oder wie könnten wir?
00:39:03: Das klingt auch gut.
00:39:04: Ein weiterer Hux für LinkedIn-Balträger, wollte ich nur kurz gesagt haben.
00:39:06: Wie könnten wir was wäre wenn und dann eine gute Frage zu stellen ist ein richtig guter LinkedIn-Falter ganz oft.
00:39:13: Ja, dann werden wir sehen in diesen Fragen oftmals schon unglaublich originelle Lösungsansätze drinstecken, was wir gar nicht so intendiert hatten aber sie verbergen sich in der Art und Weise wie ich die Fragen gestellt habe.
00:39:25: Oftmals ist das schon ne richtig cleverere Lösungsidee drin.
00:39:30: Oder aber ich gewinne die Erkenntnis, das Problem mit dem ich gestartet bin ist eigentlich das falsche Problem gewesen.
00:39:39: Unsere Fragen und die anschließende Diskussion hat da gegeben dass wir uns eigentlich mit einem ganz anderen Problem beschäftigen müssen.
00:39:46: Was auch sehr sinnvolles.
00:39:49: Auf jeden Fall!
00:39:50: Ich muss ja nicht nur weil ich A und B gesagt habe, muss ich noch nichts C sagen.
00:39:53: Ich kann ja auch feststellen, dass B Quatsch war.
00:39:56: Was passiert mir den Fragen Andreas anschließend?
00:40:00: Beim Question Storming... Die Methodik sieht so aus, wir sind beispielsweise ein Team von sieben Leuten.
00:40:06: Wir schreiben die Herausforderungen das Problem was wir haben oben auf dem Flipchart und dann wird wie in einem Staffellauf werden mindestens dreißig besser noch fünfzig Fragen gesammelt?
00:40:18: Was wir dann machen ist dass jeder seine drei top drei Fragen markiert
00:40:25: seine eigene ich geschrieben habe.
00:40:27: oder von allen fragen
00:40:28: von allen von allen gesammelten fragen werden dann die top drei fragen von jedem markiert.
00:40:34: wenn ich das jetzt ja super objektiv machen möchte kann ich das natürlich auch anonym machen dass jeder auf dem zettel frage eins fünf zehn neun vierzig schreibt und danach sieht man dann ob's dort eine häufigkeit gab oder man kann es aber offen machen.
00:40:51: Das ist so interessant zu sehen, dass der eine ganz andere Frage als relevant betrachtet.
00:40:57: Als jemand anderes und oftmals ergeben sich aber auch Muster im Sinne von.
00:41:04: innerhalb eines Teams ist eine Frage auf jeden Fall diejenigen, die von allen als superrelevant betrachtet wird.
00:41:10: Und das ist dann ein guter Einstiegspunkt für eine Diskussion in Sinne von Warum haben wir alle diese Frage so relevant bewertet?
00:41:18: Was steckt dahinter, dass wir das mit Relevanz bewertet haben?
00:41:22: Lass uns über diese Frage jetzt in eine Diskussion gehen.
00:41:26: So erschließen wir uns eine Problematik in ihrer Tiefe und lernen darüber und sehen darüber eben auch dann alternative Lösungswege
00:41:40: Voll gut.
00:41:41: Das schließt sich nahtlos an, die Folge mit Karim Mustangni vor ein paar Wochen, wo es auch um die Securacity gab und er hat viel von Connecting the Dots gesprochen noch über die Wirkung von Fragen und das ist eine hervorragende Ergänzung wie ich's umsetzen kann Andreas.
00:41:54: Vielen Dank!
00:41:55: Dann werd' ich mir auf jeden Fall auch nochmal anhören dann diesen Podcast.
00:41:57: Macht das?
00:41:58: Ist das der Wehr?
00:41:59: Ja sehr hörendwert.
00:42:02: Was muss ich denn als Führungskraft oder Unternehmen tun, um die Neugier meiner Mitarbeitern zu... zu killen, möglichst gering zu halten.
00:42:13: Also ich kann schon mal damit starten dass sich nur Menschen einstelle die genauso denken wie ich.
00:42:20: Das ist immer der Volksprozept, das finde ich mich am wohlsten eigentlich
00:42:23: ganz genau und das ist ja dummerweise auch ein Muster dem wir oftmals unbewusst folgen.
00:42:30: also es gibt in den Vorständen deutscher Banken mehr Tomas als Frauen.
00:42:36: Ah, ich hatte wirklich gehofft wir kommen ohne die Folge.
00:42:38: Ohne das Thomas Problem zu nennen.
00:42:40: Ja aber es zeigt jetzt eben ganz deutlich dass wir uns mit den Dingen lieber umgeben die uns vertraut sind weil wir uns einfach dann für sicherer fühlen.
00:42:51: und natürlich sind Menschen die Fragen stellen auch immer ein bisschen unbequemer als Menschen die alles nur abnicken.
00:42:58: Aber das sind nicht die Menschen die mich voran bringen werden Das sind nicht Die Menschen die ein Team voranbringen werden.
00:43:04: Von daher ist ein erster Weg Wenn ich die Neugierkulturen einem Unternehmen erhöhen möchte, neugierige Menschen einzustellen.
00:43:12: Und ganz bewusst da natürlich auch im Sinne einer Neurodiversität andere Mindset zu suchen als die, die einfach schon dort sind und ich kann eben durch neue Gehelfragen auch schon gut herausfinden ob es mit einem neujährigen Gegenüber zu tun haben.
00:43:29: eine wundervolle Neugiefrage, die auch die Google Gründe immer angewendet haben ist was würdest du dir selbst fragen wenn Du wir wärst?
00:43:38: Was würdest du dir selbst fragen, wenn du... Also Google in dem Fall?
00:43:43: Ja genau.
00:43:44: Es ist auch okay.
00:43:45: Es war ein Bewerber gegenüber und haben ihn gefragt Okay jetzt versetzt dich mal in unserer Position.
00:43:53: Wenn du jetzt wir wärst was würdest Du Dich Selbstfragen?
00:43:57: Eine schöne neue Frage.
00:43:59: Das ist in der Tat ja.
00:44:00: Oder man kann auch so Fragen stellen was hast Du dir in den letzten Sechzehn Monaten beigebracht Und was hast du da für Erfahrungen gemacht?
00:44:09: Und da kommt man ja vermutlich auch schon recht schnell, ob das jemand ist der sich mit dem Thema beschäftigt.
00:44:13: Der Neugierig ist aber vielleicht doch schon dass du gar in die Praxis umsetzt und sagt hey ich hatte das in das Projekt gehabt klang verrückt war verrückt hat doch nicht funktioniert.
00:44:21: aber ich bin froh das gemacht
00:44:22: habe.
00:44:23: Ja genau.
00:44:27: Also um deine Frage noch auszuführen was kann man machen um die Neugierextrem zu killen?
00:44:33: schreibt Menschen exakt vor wie sie an ein Problem herangehen müssen Wann sie es lösen müssen und wie Sie's lösen.
00:44:42: Also nehme Ihnen alle Freiheiten in der Art und Weise, wie Sie Ihre Arbeit machen!
00:44:48: Das führt definitiv dazu Neugier zu kellen.
00:44:51: Also Autonomie ist auf jeden Fall ein Motor für Neugiere.
00:44:57: Und wenn du den Menschen die Autonomien raubst dann nimmst du ihnen auch ihre Neugieren.
00:45:01: Sehr gut weg damit.
00:45:03: Ja genau, weg damit.
00:45:07: Neurodiversität finde ich übrigens auch sehr, sehr schön.
00:45:09: Dass sich nicht nur darauf achte ob ich diverse anstelle im Sinne von Geschlecht, Religion, Hintergrund und so weiter.
00:45:18: Vielleicht noch soziale Schicht und ähnliches.
00:45:19: Sondern auch wirklich andere Leute die anders denken oder das Problem angehen als wir.
00:45:24: Sehr cool!
00:45:27: Andreas gibt es einen gesellschaftlichen Trend den du siehst der aktuell vielleicht noch unterschätzt wird hinsichtlich der Unternehmenskommunikation?
00:45:39: oder generell zwischen Menschen?
00:45:40: Ja, ich
00:45:41: glaube in der jetzigen Zeit wird die menschliche Kommunikation extrem unterschätzt.
00:45:46: Einfach weil so viel automatisiert wird und alle auch an einem Automatisierungswahnsinn sind.
00:45:55: Zu Recht können wir natürlich viel kommunikation effektiver machen durch Chatbot-Kommunikationen, KI macht eine ganze Menge aber... Ich weiß nicht wie es dir geht.
00:46:04: also diese KI generierten Maze finde ich schrecklich.
00:46:08: Und wenn sich dann die Zahl der KI-generierten Marketingmays noch mal verhundertfacht, dann führt das einfach nur zu einer totalen Reaktanz.
00:46:18: Zumindest bei mir!
00:46:19: Ich glaube dass die größte Kunst da eine richtige Balance zu wahren und wenn ich mit automatisierter Kommunikation arbeite, die unglaublich schnell und geschmeidig zu machen... ...und trotz allem den Menschen nicht zu vergessen.
00:46:36: im Sinne von Okay, für meinen Problem habe ich jetzt gerade keine Lust mit dir Chatbot zu sprechen.
00:46:42: Lass mich schnell zu einem Menschen wechseln.
00:46:45: Was sich da aufgeschnappt hat fand ich sehr interessant.
00:46:47: Trade Republic die hatten bisher Kundenkommunikation nur chatbot basiert also dieses fintech.
00:46:54: Die stellen jetzt hundert Menschen ein damit ihre Kunden mit Menschen telefonieren können.
00:46:59: Ja Ich habe es gerade letzte Woche auch erfahren und dachte wow das ist neu.
00:47:05: ja Das fand ich interessant und ich glaube, dass sie dort gewissermaßen Trendsetter sind.
00:47:10: Sie waren ja schon vorher Trendsettern im Sinne von wir automatisieren Kommunikation Chatbot.
00:47:15: Da fangen jetzt die anderen Banken alle an!
00:47:17: Die gehen schon wieder ein Schritt weiter und sagen klar, automatisierte Kommunikations macht unsere Prozesse einfacher.
00:47:23: aber im Sinn der Customer Experience ist menschliche KommunikATION etwas was einen Unterschied machen kann und deswegen investieren wir da auch gezielt rein.
00:47:33: Das ist natürlich auch ein Thema, mit dem wir uns hier im Podcast super auf beschäftigen.
00:47:36: Weil es viele von unseren Hörnern interessiert in der LinkedIn-Kommunikation.
00:47:41: Wie kann ich hier auf der einen Seite effizient sein und regelmäßig meinen Wissen teilen?
00:47:45: Aber auf der anderen Seite eben auch das menschliche, man muss sagen das authentische dabei nicht verlieren damit ich eben auch als Mensch wahrgenommen werde.
00:47:53: Neudeutsch als person brand Andreas wie.
00:47:56: welchen Ratschlag wird es zu diesen Menschen geben?
00:47:58: und Anschlussfrage wie machst du das eigentlich?
00:48:02: Wie mache ich das?
00:48:03: Ja, ähm... Ich bin da wahrscheinlich nicht das absolute beste Beispiel.
00:48:09: Weil ich relativ spät eingestiegen bin in LinkedIn-Kommunikation und selbst auch noch ganz ganz viele Strategien und Ponziate sehe meinen eigenen Auftritts und meine eigene Kommunikation zu verbessern.
00:48:23: Ähm, ich nehme es auf jeden Fall ernst!
00:48:26: Ich versuche ein, zwei Mal eine Woche auf jeden fall etwas zu posten.
00:48:32: Idealerweise Ja, von mir in meinem Alltag was mir begegnet worüber ich nachdenke.
00:48:38: Aber ich kann das natürlich auch noch persönlicher machen.
00:48:42: Ich denke Persönliche Einsichten ist das was momentan am spannendsten ist Was wir auch generell in der Kommunikation sehen Auch im Journalismus Dass wir wissen möchten wer steht hinter dem Artikel und wie hat er gearbeitet um diesen Artikel zu machen?
00:49:01: Es ist fast schon noch oftmals spannender als dann der eigentliche Artikel.
00:49:06: Wie ist ja die Information herangekommen, mit wem hat er gesprochen?
00:49:10: Ich glaube deswegen ist auch das Podcast Genre so interessant weil man stärker über diese Hintergründe sprechen kann und ich persönlich finde es super spannend also auch gerade im Journalismus wenn im Investigativjournalismus irgendwas aufgedeckt wurde Wann haben die die Mail erhalten von einem Informanten?
00:49:29: Wie haben die den Kontakt mit diesen Informanten aufgenommen, wie haben sie geprüft ob dieser Informant glaubwürdig und seriös war.
00:49:37: Und am Ende macht das natürlich auch das Vertrauen zu einer Medienmarke aus dass ich mehr darüber weiß.
00:49:45: wie sichern die Menschen die Glaubwürdigkeit der Information was ja in dem Zeitalter nicht mehr gegeben ist wo alles eben ein Fake sein kann.
00:49:57: Und gewissermaßen gilt das, glaube ich auch für LinkedIn.
00:50:00: Auch da kann alles ein Fake sein und umso mehr schätzen wir es wert eben keinen fake gegenüberzustehen.
00:50:09: Ich versuch das mal zu vertragen.
00:50:11: Vielmehr der Profi Thomas!
00:50:12: Ja, ich versuch's mal kurz zu übertragen, ob ichs richtig verstanden habe.
00:50:18: Das heißt weniger darüber sprechen was du getan hast sondern auch wie du das getan hast.
00:50:26: Weil
00:50:27: das sind ja auch Einblicke, die keiner und auch kein KI-Bord so geben kann.
00:50:33: Beispielsweise neues Produkt ist jetzt rausgekommen und da anstatt könntest du ein Werbeposting machen.
00:50:37: So!
00:50:37: Neues Produkt ist es wunderschön, also superwillig, es löst alle Probleme dieser Welt.
00:50:41: Kauf es doch bitte.
00:50:42: Stattdessen oder zusätzlich könnte man aussagen wie kam wir eigentlich auf das Produkt?
00:50:47: Das ist nämlich aus der Anfrage von einem Kunden vor vor zwanzig Jahren hervorgegangen und dann haben wir das in das gemacht und da hatten die Widerstände dass das so passiert.
00:50:57: Genau, ja.
00:50:58: Für mich wäre es auf jeden Fall interessant, das in dieser Form vermittelt zu bekommen.
00:51:02: Ich vermute für die meisten Menschen wäre es interessant weil wie du sagst wir zu einem Zwischenmenschlichen viel mehr Interesse, alle im Zwischmenschlichen vielmehr Interesse dran haben und plus wir können ja auch meistens auch mehr leeren weil wir dann auch sehen wow da läuft nicht alles reibungslos.
00:51:17: auch da gab es vielleicht mal einzelne Rückschläge und Hindernisse die mir bewinden musste.
00:51:21: Ja
00:51:23: Aber ich und deine Frage zu antworten ich tue mir damit selber immer wieder schwer Denn, und das ist, steckt in dieser Ex-Fermentierfalle mit drin.
00:51:32: Man zeigt sich ja schon etwas verletzlicher.
00:51:36: Man zeigt schon mal du hier habe ich einen Weg eingeschlagen der war nicht der richtige also bin ich ein anderer im Weg gegangen.
00:51:42: Das
00:51:43: öffentlich zuzugeben erfordert auch wieder da sind wir wieder bei Mut
00:51:47: Ja Und idealerweise natürlich auch eine Community die das einschätzen kann Die wohlwollend ist.
00:51:58: Ich muss ja gerade an Wacken denken.
00:52:00: Das ist dieses Rock-Konzerte, der Mittelkonzert.
00:52:03: Die hatten einmal ein Jahr das es so fürchterlich in die Hose gegangen, da mussten die wirklich Zehntausende Leute wieder umkehren lassen und war alles im Schlamm und Morast versagt.
00:52:10: Alles
00:52:11: letztes Jahr glaube ich oder?
00:52:12: Ich glaube schon zwei Jahre her.
00:52:14: Auf jeden Fall eine große Katastrophe!
00:52:18: Aber... ...die haben so ne starke Community dass sie das gut überlebt haben.
00:52:24: Also obwohl die Leute zu Recht natürlich total sauer waren haben dieses Den verziehen, weil die nie aufgehört haben sehr persönlich und sehr eng mit dieser Community zu kommunizieren.
00:52:35: Und das auch niemals aufgegeben haben.
00:52:40: Das ist vielleicht dann das andere Puzzlestück dazu also eine Community mit der man halt wirklich in einem echten Austausch steht.
00:52:48: Ja!
00:52:50: zu zeigen, warum haben wir jetzt das abgesagt.
00:52:52: Zum Beispiel wie sind wir vorgegangen?
00:52:53: Welche Gedanken hatten wir dabei und was war da?
00:52:56: Deswegen uns dafür entschieden.
00:52:58: Genau.
00:52:59: Guter Punkt!
00:53:01: Andreas letzte Frage Deine LinkedIn Tagline endet ja mit.
00:53:05: alles beginnt mit einer guten Frage.
00:53:08: Welche Frage sollte sich jeder Hörer heute am besten stellen?
00:53:15: Das ist auf jeden Fall eine gute Frage.
00:53:17: Thomas Ich würde die Frage stellen Mit welchem spannenden Experiment Gehe ich in die nächste Woche, um etwas über mich und über die Zukunft zu lernen.
00:53:35: Mache ich vielleicht mal ein KI-Dating oder irgendwas anderes von dem?
00:53:39: ich denke dass das bescheuert ist?
00:53:42: Auch das es eine schöne Neugierpraxis do what you hate.
00:53:46: Es gibt ein herrliches Experiment, das man mit Bodybuildern gemacht hat.
00:53:49: Man hat sie gezwungen zur Häkeln.
00:53:53: Die meisten gesagt bleibt mir weg mit diesem Quatsch.
00:53:55: Das wird definitiv hassen.
00:53:58: Aber das erstaunliche Ein gewisser Teil hat es geliebt und da hat es fortan weitergeführt.
00:54:03: Nein!
00:54:04: Und wir wissen einfach nicht, bevor wir es nicht gemacht haben was für uns funktioniert und wovon wir profitieren.
00:54:12: von daher ja das Experiment könnt ihr euch machen von dem ich denke dass es bescheuert ist und ich probiere es einfach mal.
00:54:20: Das ist sehr schön.
00:54:22: und vielleicht um das ein bisschen weniger abstrakt zu machen Ich finde das mit der beste Use Case für diese Jochen Schweizer Geschenkgutscheine Wo du mal irgendwas ausprobieren kannst, irgendwas schnuppern kannst.
00:54:33: Das stimmt ja!
00:54:34: Es ist so lustig.
00:54:35: ich hätte vor kurzem einmal im Pro Theater ausprobiert das war sehr lustig.
00:54:40: Ich hatte mal Gesangshinterricht genommen für ein paar Sessions.
00:54:43: Ja super Aber
00:54:43: das würde ich auch noch weiter verfolgen eigentlich.
00:54:45: aber das war auf jeden Fall mal Mutmuskel trainiert und definitiv.
00:54:49: Also wenn wenn ich einen Song von Lady Gaga singen muss Definitiv nicht meine Komfortzone.
00:54:55: Du weißt du kannst mich singen machen Gesangskröss Macht beim Chor mit.
00:55:01: Auch spannend, es gibt ja mittlerweile
00:55:02: einen Chor
00:55:03: der nur Leute singen können, das finde ich auch gut.
00:55:08: Also die Frage nehmen wir auf jeden Fall mit... Was ist bei dir Andreas?
00:55:10: Was nimmst du dir für diese Woche vor?
00:55:12: Ah was nehme ich mehr für diese woche?
00:55:15: Form?
00:55:16: Ich nehme tatsächlich noch ein LinkedIn-Experiment vor Aber das kann ich jetzt natürlich noch nicht verraten.
00:55:22: Sonst kille ich ja die Neugier aber eine Form, die ich bisher noch nicht ausprobiert habe Und mal gucken Ob es die Leute total Bescheid finden oder ob's gut ankommt.
00:55:33: Das werden wir dann sehen, aber das mache ich diese Woche noch.
00:55:35: Also mal schauen was doch bei meinem LinkedIn-Account passiert
00:55:39: und dass uns das coole an LinkedIn ist ja wie eine kleine Spielwiese.
00:55:42: Dann kann man da durch dich mal etwas ausprobieren und wenn du dich unwohl fühlen möchtest, was du noch als probieren möchtesst stelle dich gerne mal vor die Kamera und deinen Link denn weiter, den du sonst einfach geschrieben hättest.
00:55:51: Sprech ihn mal in dein Handy und nehm' das als Video auf.
00:55:54: Ja genau so.
00:55:56: Ahja vielleicht mach ich jetzt auch einfach.
00:55:58: Guter Hinweis!
00:55:59: Danke
00:56:00: Das ist immer gerne.
00:56:01: Und für dich, lieber Hörer!
00:56:03: Wenn du auch jemanden hast... Ich will nicht sagen, wenn du mich unwohl fühlen möchtest, aber schick dieses Episode gerne mal an jemandem weiter der damit auch mal irgendwo reinschnippern kann, der ein bisschen seinen Horizont erweitert und seine Zukunft zum Muskel auch trainieren sollte.
00:56:17: das würde uns sehr freuen.
00:56:18: Wenn dir die Folge hier gefallen hat gebt uns gerne auch fünf Sterne auf Apple auf Spotify.
00:56:22: Es würde uns extrem helfen und das sind es auf jeden Fall in Abo da, damit ihr keine Folge mehr verpasst.
00:56:28: Lieber Andreas Vielen, vielen Dank für deine Zeit und Inspiration.
00:56:33: Ich habe schon ein bisschen Nackungsschmerzen von vielen Nicken bekommen.
00:56:37: Super wichtige Botschaft!
00:56:38: Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin bei deinen Tätigkeiten.
00:56:42: Danke dir!
00:56:43: Danke dir Thomas, dass du dabei sein durfte.
00:56:44: ich habe es auch sehr genossen und gerne irgendwann mal wieder in der Zukunft.
00:56:51: So machen wir das alles Gute!
00:56:52: Ciao
00:56:53: Ciao.
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